Krebsgene

5. Juni 2006, 21:23
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Gene
sind die Bausteine der Erbsubstanz

DNS
(Desoxyribonukleinsäure), die sich im Kern jeder Zelle des Körpers befindet. Sie enthalten Baupläne für Proteine oder Moleküle, welche bei der Eiweißproduktion oder der Regulation des Stoffwechsels einer Zelle beteiligt sind. Veränderungen, so genannte

Mutationen,
von DNA-Abschnitten führen zu Veränderungen des Erbgutes. Krebsgene sind beispielsweise BRCA1 und BRCA2 für

Brustkrebs

und

Eierstockkrebs.

Außerdem können hMSH2 und hMLH1 erblichen

Dickdarmkrebs

auslösen, man spricht von "Hereditary non-polyposis colon cancer".

Mutationen

im BRCA1-Gen führen bei betroffenen Frauen zu einer dramatischen Erhöhung des Brustkrebsrisikos. Etwa 80 Prozent erkranken bis zum 80. Lebensjahr, zudem steigt das Risiko, an Eierstockkrebs zu erkranken, um 65 Prozent. Bei Fehlern in den Dickdarmkrebsgenen ist die Situation ähnlich. Achtzig Prozent erkranken bis zum 80. Lebensjahr.

Krebsvorsorge

Trägerinnen von BRCA1 und BRCA2 sollten sich jedes halbe Jahr untersuchen und jährlich eine Mammografie oder Magnet- resonanz-Untersuchung durchführen lassen. Patienten, die eine Mutation von hMSH2 und hMLH1 aufweisen, wird eine Darm- und Magenspiegelung alle zwei Jahre ab dem 25. Lebensjahr empfohlen. (lev)

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