Traumfinale rückt näher

6. Juni 2006, 17:53
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Nadal mühte sich zu Viersatzsieg gegen Hewitt und zu seinem 57. Sand-Sieg en suite - Federer gegen Ancic - Hingis trifft Cljisters

Paris - Das French-Open-Traumfinale zwischen dem Weltranglistenersten Roger Federer und "Sandplatz-König" Rafael Nadal rückt immer näher. Der seit Samstag 20-jährige Nadal folgte mit einem 6:2,5:7,6:4,6:2-Erfolg gegen den Australier Lleyton Hewitt am Montag dem topgesetzten Schweizer ins Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers in Paris.

Nadal trifft auf Djokovic

In diesem trifft der Titelverteidiger, der seine imposante Erfolgsserie auf Sand auf 57 Siege in Folge ausbaute, am Mittwoch auf den serbischen Shooting Star Novak Djokovic, der den Franzosen Gael Monfils 7:6,7:6,6:3 ausschaltete. "Ich war nach meinem fast fünfstündigen Match am Samstag noch etwas müde. Deswegen hat es so lange gedauert, bis ich meine Rhythmus gefunden habe", erklärte Nadal nach seinem ersten Sieg über Hewitt.

Der Australier hatte zuvor alle drei Hartplatz-Duelle mit dem Spanier für sich entschieden. Doch auf Sand reichte es nur zum "Ehrensatz" für den Star aus "down under", der Nadal einen harten Kampf lieferte.

Auch Martina Hingis bzw. Julien Benneteau und Ivan Ljubicic haben sich am Pfingstmontag ins Viertelfinale gekämpft. Die Schweizerin rang die Israelin Shahar Peer in der Fortsetzung vom Vortag mit 6:3;2:6,6:3 nieder. Bennetau profitierte gegen Alberto Martin von dessen Aufgabe, Ljubicic setzte sich gegen Ruben Ramirez Hidalgo (ESP) in vier Sets durch.

Erste Bewährungsprobe für Hingis

Das erste Aufeinandertreffen mit Peer, das am Sonntagabend wegen Dunkelheit abgebrochen werden musste, wurde für Hingis nach den Kurzauftritten in den ersten drei Runden zum ersten Prüfstein. Die 19-Jährige aus Jerusalem war mit der Referenz von drei gewonnenen Turnieren in diesem Jahr, darunter die Sandplatz-Events in Prag und Istanbul, an die Seine gereist. Zudem hatte sie in Roland Garros zuvor die als Nummer 6 gesetzte Russin Jelena Dementjewa ausgeschaltet.

Dass die Partie bei Satzgleichstand vertagt wurde, kam Hingis gelegen, zumal sie im verlorenen zweiten Durchgang gegen die laufstarke Kontrahentin an ihre physischen Grenzen gestoßen war. "Diese Entscheidung kam mir entgegen", gab sie zu. "Zu jenem Zeitpunkt war es aber schon sehr dunkel. Ich habe die Bälle kaum mehr gesehen", sagte die frühere Weltranglistenerste nach dem 6:3,2:6,6:3.

Mit Kim Clijsters wartete am Dienstag eine noch höhere Hürde. Gegen die Belgierin kommt es zur Neuauflage des Viertelfinales bei den Australian Open, als Hingis nach gewonnenem Startsatz noch verloren hatte. "Das hier ist eine ganz andere Situation. Ich habe mich seither klar steigern können. Zudem hat mir der Turniersieg in Rom zusätzliches Selbstvertrauen gegeben."

Auch bei den Herren haben die Schweizer mit Roger Federer freilich ein heißes Eisen im Feuer, auch er hat - wie Hingis - noch nie in Paris gewonnen. Er trifft nun auf Mario Ancic (CRO). "Er hat auf Sand gute Leistungen gezeigt. Ich werde ihn bestimmt nicht unterschätzen", sagte Federer.

Nur kurz musste sich der überraschend starke Franzose Julien Benneteau am Montag mit Alberto Martin beschäftigen, der Spanier gab bei 1:5 wegen einer Rückenverletzung auf. Er trifft in seinem ersten Major-Viertelfinale auf Ivan Ljubicic, der Ruben Ramirez-Hidalgo (ESP) mit 6:3,3:6,6:3,6:2 besiegte. (APA)

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    Harter Kampf für Nadal im Achtelfinale.

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    Hingis bestand mit Peer den ersten schweren Prüfstein.

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