Julius Bär: Finanzplatz Europa stagniert

19. Juni 2006, 14:03
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"Wer wachsen will, muss nach Asien"

Düsseldorf - Der Finanzplatz Europa wird nach Ansicht des Schweizer Vermögensverwalters Julius Bär wegen der wirtschaftlichen Erfolge und großen Vermögen in Asien und im arabischen Raum schon bald an Bedeutung verlieren. Der "Wirtschaftswoche" sagte Verwaltungsratschef Raymond Julius Bär: "Westeuropa ist ein relativ stagnierender Markt. Wer wachsen will, muss nach Asien, muss Vor-Ort-Betreuung in Dubai, Singapur oder Hongkong bieten können."

Für Vermögensverwalter sei derzeit "die arabische Welt sehr attraktiv, schon wegen der enormen Ölgewinne. Die fließen nicht mehr, wie früher, eins zu eins nach Genf oder London. Sie bleiben heute vermehrt in der Region." Auf lange Sicht führe zudem kein Weg an China und Indien vorbei. "Dort werden in den kommenden Jahrzehnten die privaten Vermögen weit stärker wachsen als in der westlichen Welt. Aber auch Länder wie Brasilien sind im Kommen." Das größte Land in Südamerika habe "erstmals in der Geschichte eine reelle Chance, der Dritten Welt zu entkommen und sich als globaler Wirtschaftspartner zu etablieren". (APA/dpa)

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