Rumänien versucht Vermittlung im Streit um Berg-Karabach

6. Juni 2006, 17:41
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Präsident Basescu traf Kollegen Kotscharjan und Alijew

Bukarest - Im Streit um die Kaukasus-Region Berg-Karabach bemüht sich Rumänien um eine Vermittlung. Der rumänische Staatspräsident Traian Basescu kam dazu am Sonntagabend in Bukarest mit seinen Kollegen aus Armenien und Aserbaidschan, Robert Kotscharjan und Ilcham Alijew, in separaten Begegnungen zusammen. Wie die Nachrichtenagentur Mediafax berichtete, war anschließend ein gemeinsames Abendessen der drei Staatschefs anberaumt. Beide Gäste wollten am Montag an einem Schwarzmeer-Forum in der rumänischen Hauptstadt teilnehmen.

Basescu gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass das Schwarzmeer-Forum "die Bedingungen für einen offenen Dialog zwischen den Teilnehmern schaffen" würde. Der rumänische Staatschef und sein aserbaidschanischer Kollege äußerten die Hoffnung, die "derzeit laufenden Gespräche würden in naher Zukunft zu Lösungen des Konflikts in Berg-Karabach führen", wie es in einer Mitteilung des rumänischen Präsidialamtes hieß.

Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbeidschan. In einem Krieg von 1992 bis 1994 vertrieben die Karabach-Armenier mit Unterstützung aus Armenien die aserbaidschanischen Truppen aus dem Gebiet. Rund 750.000 Aserbaidschaner verloren ihre Heimat. Im Mai 1994 trat ein Waffenstillstand in Kraft. Ein Anlauf zu Verhandlungen zwischen beiden Präsidenten war zuletzt im Februar bei Paris gescheitert. (APA/dpa)

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