US-Institut muss nach Interview der Leiterin alle Projekte stoppen

26. Juni 2006, 16:48
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Leiterin des International Republican Institute kritisierte fehlende Reformbereitschaft der Regierung

Kairo - Die ägyptische Regierung hat ein Politikinstitut aus den USA dazu aufgefordert, seine Projekte in Ägypten einzustellen. Zuvor hatte die Leiterin des International Republican Institute (IRI) in einer Zeitung die fehlende Reformbereitschaft der ägyptischen Regierung kritisiert.

Der Leiterin des IRI in Ägypten, Gina London, sei mitgeteilt worden, dass sie alle Aktivitäten im Land einzustellen habe, bis sie im Besitz einer entsprechenden Genehmigung sei, teilte das Außenministerium am Sonntag mit. Das IRI fördert nach eigenen Angaben weltweit die Entwicklung von Demokratie und Mehrparteien-Systemen.

Außenministerium: "Schamlose Einmischung"

London hatte in einem am Samstag veröffentlichten Zeitungsinterview gesagt, dass Ägypten in den vergangenen 25 Jahren keine politischen Reformen durchlaufen habe. Dies sei eine "schamlose Einmischung in die inneren Angelegenheiten" des Landes, teilte das Außenministerium mit. In dem Interview hatte London zudem erklärt, ihr Institut dürfe wie andere von einer US-Behörde finanzierte Organisationen auf Grund von Abmachungen zwischen den Regierungen der USA und Ägyptens ohne Erlaubnis arbeiten. (APA/Reuters)

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