Polizei löst Konzert in Thüringen nach "Sieg-Heil"-Rufen auf

9. Juni 2006, 15:48
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Zwei Menschen bei Randale leicht verletzt - Zwei Festnahmen

Nordhausen - Nach "Sieg-Heil"-Rufen hat die Polizei eine Musikveranstaltung von Rechtsextremen in Thüringen aufgelöst. Dabei kam es zu Ausschreitungen mit zwei Leichtverletzten, wie die Polizei in Nordhausen am Sonntag mitteilte. Bei der Veranstaltung im Bahnhof von Bad Langensalza rund 30 Kilometer nordwestlich von Erfurt sangen die Teilnehmer demnach Lieder mit verbotenem rechtsextremen Inhalt. Als die Polizei die Veranstaltung am frühen Pfingstsonntag beendete, warfen Teilnehmer der Veranstaltung mit Flaschen und Steinen. Die Polizei musste nach eigenen Angaben Schlagstöcke und Pfefferspray einsetzen.

Insgesamt waren rund hundert Polizisten im Einsatz. Die Beamten nahmen einen 19-Jährigen und eine 20-Jährige wegen Landfriedensbruch und Volksverhetzung vorläufig fest. Sie befinden sich inzwischen wieder auf freiem Fuß. In Thüringen war die Polizei in der Vergangenheit mehrfach gegen Rechtsextremisten vorgegangen. (APA)

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