Kommission: EU mangelhaft auf Anschläge von See aus vorbereitet

7. Juni 2006, 12:03
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Bessere Daten zur Überwachung von Küstengewässern benötigt

Berlin - Die Europäische Union ist nach Ansicht der EU-Kommission nicht genügend auf terroristische Angriffe von See aus vorbereitet. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf ein Grünbuch zur Meerespolitik, das am kommenden Mittwoch in Brüssel vorgestellt werden soll. "Für die Überwachung von menschlichen, ökonomischen und sonstigen Aktivitäten in Küstengewässern werden bessere Daten benötigt", heißt es der Zeitung zufolge in dem Papier. Das gelte vor allem, um illegales Verhalten aufzudecken, etwa "Schmuggel (und) terroristische Aktivitäten".

Das Grünbuch gilt als Diskussionsgrundlage für künftige Entscheidungen der Kommission in der Meerespolitik. Neben sicherheitspolitischen Problemen befasst es sich vor allem mit der wirtschaftlichen Lage der europäischen Werftindustrie. Weiter fordert die Kommission größere Anstrengungen zum Schutz von Küsten gegen Fluten. Das Papier spricht auch die Gefahren an, die beim Seetransport von Rohstoffen entstehen. In Kommissionskreisen wird der Meerespolitik große Bedeutung beigemessen. Bis zu fünf Prozent des EU-Bruttoinlandsprodukts werden in der Schifffahrtsindustrie erwirtschaftet. 90 Prozent der Exporte in Länder außerhalb der EU werden über See transportiert. In Häfen arbeiten EU-weit rund 350.000 Menschen. (APA)

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