Krems: Vater erschoss sechsjährige Tochter und beging Selbstmord

6. Juni 2006, 13:02
35 Postings

Ermittlungen abgeschlossen, keine Obduktion der Leichen - Mutter wird in der kommenden Woche einvernommen

Krems - Die kriminalistischen Ermittlungen nach den schrecklichen Ereignissen in der Stadtgemeinde Krems - Mord und Selbstmord - am Samstag galten am Sonntag als abgeschlossen. Eine Obduktion der Leichen wurde nicht angeordnet, sagte Leopold Etz, Leiter der Mordkommission des Landeskriminalamtes NÖ. Ein 40-Jähriger hatte seine sechsjährige Tochter erschossen und sich anschließend selbst getötet.

Die Mutter wird allerdings erst im Laufe der Woche einvernommen. "Wir wollten ihr das vorerst ersparen", so Etz. Ob sich die Frau noch in Betreuung des Akut-Teams des Landes Niederösterreich befand, war nicht bekannt.

Ein 40-Jähriger hat am Samstag in der Früh in der Stadtgemeinde Krems seine sechsjährige Tochter erschossen und sich anschließend selbst getötet. Die Kindesmutter fand gegen 7.00 Uhr das Opfer und den Täter in der Wohnung vor. Zuvor hatte der Niederösterreicher am Telefon mit "Konsequenzen" gedroht, sollte die Frau nicht zu ihrem ehemaligen Lebensgefährten zurückkehren.

Auslöser der Wahnsinnstat waren Beziehungsschwierigkeiten. Der Angestellte wollte die Partnerschaft zu seiner ehemaligen Lebensgefährtin wieder aufnehmen, von der er seit einem halben Jahr getrennt lebte. Als sie ihm erzählt hatte, einen neuen Freund zu haben, "hat er das offenbar nicht verkraftet", so Etz. "Es passiert leider, dass dann eine Situation subjektiv als unerträglich und dramatisch empfunden wird, die solch fürchterliche Reaktionen hervorruft", sagte der Kriminalist. (APA)

Share if you care.