Mädchen bei Erdbeben im Iran getötet

5. Juni 2006, 18:42
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Insel Keschm am schwersten betroffen

Teheran - Ein Erdbeben im Südiran hat am Samstag einem kleinen Mädchen das Leben gekostet. Die Vierjährige sei auf der Insel Keschm unter den Trümmern einer einstürzenden Mauer begraben worden, sagte der Leiter der Rettungskräfte in der Provinz Hormosgan, Massud Dalman. Zwei weitere Menschen auf der Insel hätten Verletzungen erlitten.

Das Beben der Stärke 5,2 ereignete sich um 10.45 Uhr (Ortszeit: 8.15 Uhr MESZ), wie die amtliche Nachrichtenagentur IRNA berichtete. Etwa 20 Minuten später folgte ein Nachbeben. Das Epizentrum lag in Bandar Pol, einer dünn besiedelten Region in der Nähe der Hafenstadt Chamir. "Das Erdbeben hat keine Opfer gefordert und keinen Schaden in Chamir angerichtet", sagte Gouverneur Hoschang Assan der Nachrichtenagentur AP. "Es wurden Rettungsteams in die ländlichen Gebiete entsandt, um mögliche Schäden zu prüfen." Im vergangenen November waren bei einem Erdbeben auf Keschm in der Straße von Hormus zehn Menschen getötet worden.

Der Erdstoß war auch in der Türkei zu spüren. Im Grenzgebiet zum Iran gerieten die Menschen in mehreren Ortschaften und Dörfern in Panik, wie die örtlichen Behörden erklärten. Verletzte gab es nicht. (APA/AP)

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