Papst will angeblich Brasilien, Mexiko und New York besuchen

7. Juni 2006, 16:35
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"La Stampa": Reise zum "Ground Zero" für Mai geplant

Rom - Papst Benedikt XVI. will laut italienischen Zeitungsberichten im nächsten Jahr nach Brasilien, Venezuela, Mexiko und in die USA reisen. Zum Abschluss wolle er am "Ground Zero" in New York für die Opfer des Anschlags vom 11. September 2001 beten und in einer Rede vor den Vereinten Nationen zur weltweiten Versöhnung aufrufen. Die Reise sei für Mai geplant, es sei aber noch nicht endgültig entschieden, berichtete die Turiner Zeitung "La Stampa" am Samstag.

Bisher war aus dem Vatikan lediglich verlautet, Benedikt wolle im Mai den Wallfahrtsort Aparecida in Brasilien besuchen, um dort die Tagung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz zu eröffnen. Da es sich aber möglicherweise um die einzige Amerikareise im Pontifikat des heute 79-Jährigen handeln könnte, werde ein größeres Programm ausgearbeitet. Dies ermögliche dann auch längere Ruhepausen, schreibt die Zeitung.

Unterstützung gegen linken Staatspräsidenten Chavez

Weiter heißt es unter Berufung auf Vatikanquellen, der Abstecher nach Venezuela werde erwogen, weil die dortige Kirche Unterstützung gegen den linken Staatspräsidenten Hugo Chavez benötige. Einen Besuch in New York hatte Papst Johannes Paul II. im Jahr 2002 geplant, dann aber aus politischen und aus gesundheitlichen Gründen verzichtet. Vor den Vereinten Nationen hatten bereits Johannes Paul (1995) und Papst Paul VI. (1965) gesprochen. (APA/dpa)

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