Bewegung im Ärzte-Tarifkonflikt

8. Juni 2006, 14:10
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Treffen von Arbeitgebern und Gewerkschaften am Dienstag - Nach Durchbruch bei Verhandlungen in Bayern

München - Hoffnungsschimmer im festgefahrenen Tarifkonflikt der Uniklinik-Ärzte: Nach dpa-Informationen ist an diesem Dienstag (6. Juni) ein Treffen zwischen dem Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), dem niedersächsischem Finanzminister Hartmut Möllring (CDU), sowie Marburger Bund-Chef Frank Ulrich Montgomery geplant. Näheres und der Ort für das Gespräch wurden zunächst nicht bekannt.

Die Nachricht kam nach einem Durchbruch bei den Tarifverhandlungen im süddeutschen Bundesland Bayern. "Ein guter Tag für Patienten und Ärzte in Bayern. Es ist uns gemeinsam gelungen, Bewegung in den festgefahrenen Tarifkonflikt zu bringen", sagte der bayerische Finanzminister Kurt Faltlhauser (CSU).

Zulage

Bayern will den Uniklinik-Ärzten künftig zusätzlich zu einem TdL-Tarifvertrag eine Zulage zahlen. Außerdem solle das Vertragswerk in Bayern bereits zum 1. Juli dieses Jahres in Kraft treten. Die von ver.di und der TdL getroffene Vereinbarung soll erst ab dem 1. November gelten. Dafür werde erwartet, dass im Gegenzug der Streik in Bayern zumindest ausgesetzt wird, hieß es.

Am Freitag hatten die Uniklinik-Ärzte noch einmal eine Verschärfung der Streiks beschlossen. Statt wie ursprünglich vorgesehen in der kommenden Woche eine Streikpause einzulegen, werde an den vier Unikliniken Baden-Württembergs sowie an den zwei Häusern in München weiter gestreikt, teilte der Sprecher der Ärztegewerkschaft, Athanasios Drougias, mit. (APA/dpa)

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