Nachbeben erschrecken Überlebende im Katastrophengebiet

3. Juni 2006, 15:13
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Mehrere Beben der Stärke vier auf der Richterskala

Yogyakarta - Eine Woche nach den verheerenden Erdstößen auf der indonesischen Insel Java haben mehrere Nachbeben die Menschen in dem Katastrophengebiet erneut in Angst und Schrecken versetzt. Zehntausende Menschen rannten verängstigt aus ihren Zelten ins Freie, die ihnen nach der Zerstörung ihrer Häuser als Notunterkünfte dienten.

Das seismologische Institut des südostasiatischen Inselstaates registrierte in der Nacht auf Samstag mehrere Beben der Stärke vier auf der Richterskala. Jedes habe etwa 30 Sekunden gedauert. Bei dem Beben der Stärke 6,3 am Samstag vor einer Woche kamen mehr als 6200 Menschen ums Leben. Die genaue Zahl der Obdachlosen ist unklar. Die Erdstöße zerstörten aber mehr als 100.000 Häuser.

"Ich habe mit meiner Familie im Zelt geschlafen, als ich die Erdstöße spürte", beschrieb ein Mann in der Krisenregion die Nachbeben. "Ich hatte solche Angst. Ich konnte nicht mehr schlafen." Taxi-Fahrer Suroto aus Yogyakarta sagte, die ganze Region sei von der Furcht vor einer neuen Naturkatastrophe gefangen. "Ich fuhr gerade mit meinem Taxi und der Wagen wackelte wie verrückt", sagte er. Überall liefen die Menschen aus ihren Häusern. Viele seien verängstigt. Es gebe so viele Gerüchte über neue Beben und einen Ausbruch des seit Wochen brodelnden Vulkans Merapi. (Reuters)

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