Mehr Geld für Kampf gegen Aids

5. Juni 2006, 18:42
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UN-Beschluss: Globale Mittel sollen bis 2010 knapp verdreifacht werden

New York - Im Kampf gegen Aids hat sich die Weltgemeinschaft darauf verständigt, die Aufwendungen zur Aufklärung, Prävention und Behandlung von HIV-Infektionen bis 2010 fast zu verdreifachen. Damit würde die internationale Gemeinschaft in fünf Jahren zwischen 20 bis 23 Milliarden Dollar (16 bis 18 Milliarden Euro) jährlich aufwenden, um das tückische HI-Virus unter Kontrolle zu bekommen.

Diese Zusage ist Teil einer politischen Erklärung, die die UN-Mitgliedstaaten zum Abschluss einer dreitägigen Aids-Konferenz in New York verabschieden wollten.

"Universeller Zugang zu Versorgung" als Ziel

In dem Strategiepapier versprechen die Vereinten Nationen außerdem, ihr "Ziel des universellen Zugangs zur Vorsorge, Behandlung, Pflege und Unterstützung" von HIV-Infizierten so weit wie möglich zu erfüllen. Spezielle Aufklärungskampagnen für junge Menschen, unter anderem durch die Massenmedien, sowie die Empfehlung von Kondomen sollen dafür sorgen, dass künftige Generationen frei von HIV sind. Darüber hinaus verpflichtet sich die internationale Gemeinschaft, allen Schwangeren weltweit freien Zugang zu HIV-Tests und bei Bedarf zu Aids-Medikamenten zu verschaffen.

Das HI-Virus hat seit Entdeckung der ersten Fälle vor 25 Jahren mehr als 65 Millionen Menschen angesteckt und 25 Millionen getötet. UN-Generalsekretär Kofi Annan bezeichnete HIV/Aids in einer Rede vor der UN-Vollversammlung am Freitag als "die größte Herausforderung dieser Generation". (APA/dpa)

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