Wetterwechsel belastet den Körper

6. Juni 2006, 12:09
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Gemütsverstimmungen, weil die Sonne fehlt, und Kreislaufbeschwerden, weil das Wetter umschwingt

Wien - Die Aussicht auf ein verregnetes Pfingstwochenende wirkt sich nicht nur negativ auf das Gemüt der Österreicher aus. Luftdruckschwankungen und leichte Änderungen im luftelektrischen Feld machen auch dem Körper zu schaffen.

Vor allem Rheumatiker, Herz-Kreislaufpatienten und Menschen mit entzündlichen Erkrankungen leiden unter der derzeitigen Witterung, sagte Thomas Krennert von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Wien zur APA.

Phantom- und Narbenschmerzen

Schon minimale Veränderung im elektrischen Feld der Erdoberfläche verursacht durch das wechselhafte Wetter führen etwa zu Phantom- oder Narbenschmerzen, so der Biowetter-Experte. Hängt im Sommer längere Zeit eine dicke Wolkendecke am Himmel, verfinstert sich auch der Gemütszustand. Der Lichtmangel im Winter sei jedoch weitaus stärker als bei sommerlichen Schlechtwetterperioden.

Was der Körper in einer solchen Phase durchmache, sei vergleichbar mit einem Aufstieg ins Hochgebirge nach einem langen Bürotag in geschlossenen Räumen, so der ZAMG Mitarbeiter. Nach der derzeitigen langen, wechselhaften Wetterperiode habe sich der Organismus vieler Menschen jedoch schon auf das Biowetter eingestellt. Dennoch müssen Wetterfühlige am Wochenende mit intensiveren Wirkungen rechnen, erklärte Krennert.

In die Sauna oder ins Freie

Schwerkranke und Herz-Kreislaufpatienten sollten dieser Tage unbedingt ärztliche Beratung aufsuchen, riet der Experte. Für Kreislaufstabile empfehle sich ein Saunabesuch. Abhärten könne man sich auch, in dem man so oft wie möglich ins Freie geht. Sportliche Aktivitäten oder ein Spaziergang regen Kreislauf und Stoffwechsel an - "Wetterschwankungen muss man dann nicht mehr fürchten", sagte Krennert. (APA)

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