Künstliche Befruchtung wird steuerlich anerkannt

5. Juni 2006, 17:57
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Außergewöhnliche Belastung wird nun ohne Einschränkung auf Alter oder Krankheit anerkannt

Wien - Die hohen Ausgaben für eine künstliche Befruchtung werden nun steuerlich anerkannt: "Die Kosten für In-Vitro-Fertilisation sind zu 100 Prozent im Rahmen der außergewöhnlichen Belastungen absetzbar", erklärte Manfred Lepuschitz, Sprecher des Finanzministeriums. Ein entsprechender Erlass sei vor rund zwei Monaten ergangen.

Mit den neuen Lohnsteuerrichtlinien werde In-Vitro-Fertilisation (IVF) "ohne Einschränkung wie Alter oder Krankheit als außergewöhnliche Belastung" angesehen, erläuterte Iris Kraft-Kinz, Leiterin des Med-Teams der Wiener Kanzlei Hübner&Hübner.

Zuvor sei bei der steuerlichen Anerkennung mit Krankheit argumentiert worden, wobei der Begriff Krankheit sehr restriktiv ausgelegt worden sei, so die Juristin. Die künstliche Befruchtung sei nicht als außergewöhnliche Belastung anerkannt worden, wenn die Unfähigkeit zur Fortpflanzung freiwillig herbeigeführt worden war, wie bei vorhergehender Sterilisation. (APA)

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