Wolf weist Strache-Vorschlag über Verein zurück

14. Juni 2006, 22:55
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"ZiB"-Moderator distanziert sich von politischer Vereinnahmung

"ZiB"-Moderator Armin Wolf hat den Vorschlag von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Obmann eines unabhängigen ORF-Vereins zu werden, zurückgewiesen. "Ich verstehe schon, dass ich Herrn Strache als Obmann eines Vereines lieber wäre als in der ZiB 2 als Interviewer - aber da muss ich ihn enttäuschen. Ich bin mit Leidenschaft ORF-Journalist und ich distanziere mich ausdrücklich von jeglicher Vereinnahmung durch politische Parteien, egal welcher Weltanschauung", erklärte Wolf gegenüber der APA.

Strache hatte die Schaffung eines unabhängigen Vereins vorgeschlagen, der "die Interessen der Gebühren zahlenden Hörer und Seher wahren" und mithelfen soll, "den ORF aus dem Würgegriff der Politik und insbesondere der ÖVP zu befreien". Als Obmann schlug er Wolf vor, "der sich in dieser Causa hohe Glaubwürdigkeit erarbeitet hat", etat.at berichtete.

Bedauerlich

Der "ZiB"-Moderator bezeichnete es als "grundsätzlich bedauerlich", wenn Politiker nun versuchen, diese wichtige Debatte über den ORF zu instrumentalisieren. Es gehe doch genau um das Gegenteil: "Den ORF dem Zugriff der Parteipolitik zu entziehen", so Wolf. (APA)>/P>

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