Empfehlungsliste der Erste Bank

6. Juni 2006, 19:10
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Diese Empfehlungen geben die Analysten der Erste Bank zu den heimischen Aktien am 2. Juni 2006

Mayr-Melnhof
Das Unternehmen weist nachhaltig ausgezeichnete und qualitativ hochwertige Ergebnisse auf. 2006 sollte es nach einem schwächeren 2005 wieder eine deutlich höhere Ergebnisdynamik geben. Mayr-Melnhof gilt zudem ebenso als China- und Osteuropa-Profiteur. Weitere Akquisitionen wie zuletzt in Russland und Durchsetzung von Preiserhöhungen sollten für eine kontinuierlich positive Nachrichtenlage sorgen. Insgesamt ein Wert mit einem weiterhin vorhandenen Bewertungsabschlag zu den Peers und einem höheren Zielwert gem. einer DCF-Bewertung. Kursziel: 165 Euro.

Raiffeisen International
Raiffeisen International bietet eine Investmentmöglichkeit mit einer breiten Abdeckung der CEE-Region mit einem Fokus auf die Länder, die (noch) nicht Teil der EU sind. Russland und die Ukraine bieten (zusammen mit Rumänien) aufgrund der niedrigen Penetrationsraten von Bankprodukten das größte Wachstumspotenzial im Länderportfolio der RI. Die Analysten der Erste Bank sehen gemäß den verschiedensten Bewertungsmethoden noch einiges an kurzfristigem und langfristigem Aufwärtspotenzial bei der Aktie und haben das Kursziel auf 86 Euro gesetzt. Kaufen.

EVN
Trotz hoher Großhandelspreise in den Bereichen Strom und Gas und Einmaleffekten (außerplanmäßige Abschreibungen) weist das Unternehmen starke Zahlen für 2004/05 aus. Neben der geographischen Diversifizierung (Bulgarien) und dem Multi-Utility-Ansatz (Wasser und Abfall) gefällt den Analysten der Erste Bank der 12,5%-Anteil am Verbund, der mittlerweile mehr als 25 Euro pro EVN-Aktie wert ist. Mit den at-equity konsolidierten Unternehmen, die mit dem Buchwert berücksichtigt werden, ergibt sich ein weiterer wesentlicher Wertbeitrag. Empfehlung: Kaufen, Kursziel 98 Euro.

Intercell
Intercell ist das erste Biotech-Unternehmen, das an der Wiener Börse gelistet ist, und ist auf die Entwicklung von therapeutischen und profilaktischen Impfstoffen spezialisiert. Obwohl das Unternehmen noch keine Produkte am Markt eingeführt hat, bietet der Impfstoffmarkt ausgezeichnete Wachstumsperspektiven. Hauptentwicklungsprojekte sind ein profilaktischer Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis und ein therapeutischer Wirkstoff gegen Hepatitis C. Weitere Projekte sind in der Pipeline oder über Kooperationspartner schon in klinischen Tests. Erste-Bank-Empfehlung: Kaufen mit Kursziel 13,90 Euro.

Wienerberger
Wienerberger sollte in 2006 wieder ein Ergebniswachstum von mindestens 10 Prozent erzielen können. Aufgrund der Marktstellung dürfte die Abdeckung der gestiegenen Energiekosten mit Preiserhöhungen möglich sein. Das Q1/2006-Ergebnis bestätigt diese Erwartung. Zusätzlich erfolgt zur Erhöhung der Ertragskraft in den aktuell schwachen Märkten Deutschland, Polen und Ungarn die Optimierung der Werke. Die CEE-Region stellt weiterhin DIE Wachstumsregion dar. Das Unternehmen weist einen hervorragenden Cash-Flow auf und die Entwicklung läuft mit stabilem Wachstum. Kursziel derzeit 46 Euro.

Böhler Uddeholm
Böhler erzielt nach wie vor exzellente Ergebnisse und die Perspektiven im Sektor sehen weiterhin stabil bis leicht positiv aus. Im Sektorvergleich weist das Unternehmen durch die exzellenten Ergebnisse einen Bewertungsabschlag auf und die Dividendenrendite ist überdurchschnittlich. Die Integration von Buderus sorgt für zusätzliche Ergebnisdynamik. Aus Analysten-Sicht spricht derzeit auch die starke Konjunktur in Westeuropa für weiteres Aufwärtspotenzial bei der Aktie. Aktuelles Kursziel 193 Euro.

Sanochemia
Das österreichische Pharma-/Biotech-Unternehmen bietet eine gute Mischung aus bereits bestehender Profitabilität einerseits, und ausgezeichneten Wachstumsperspektiven andererseits. Haupthoffnungsträger für Sanochemia ist der Wirkstoff Tolperison, wo eine Lizenz-Transaktion mit der US-Firma Avigen zu beträchtlichen Einnahmen und später zu einer substanziellen Umsatzbeteiligung führen sollte. Das bestehende Geschäft in der Produktionssparte u.a. mit Galantamin liefert stabile Ergebnisbeiträge. Kursziel: 21 Euro.

S&T
Das österreichische IT-Dienstleistungsunternehmen bietet eine breite regionale Abdeckung. Das Unternehmen weist sowohl im Peer Group-Vergleich als auch absolut gesehen eine günstige Bewertung auf. Aus Sicht der Erste Bank stellen die niedrigen Margen und die Planungsunsicherheit ein Problem dar. Allerdings weist die Aktie noch deutliches Aufholpotenzial im Vergleich zu vielen anderen Unternehmen auf, die im CEE-Raum aktiv sind. Das Q1/2006-Ergebnis bestätigte den positiven Trend aus der Sicht der Erste Bank. Kursziel: 35 Euro.

Wiener Städtische
Österreichs größter Versicherungskonzern setzt auf die Expansion in CEE, ein Drittel des Prämienvolumens wird bereits in dieser Region verdient. In Rumänien ist das Unternehmen die Nummer 1, in Tschechien, der Slowakei und Bulgarien belegt man den 2. Marktrang. Insgesamt nennt das Unternehmen 17 Mio. Kunden in 17 Ländern sein eigen. Der CEE-Raum bietet neben dem im Vergleich zu Westeuropa geringeren BIP auch noch im Bereich der Versicherungsdichte hohes Wachstumspotenzial. Das Q1/2006 Ergebnis bestätigte die positive Entwicklung des Unternehmens aus Sicht der Analysten. Kursziel: 61 Euro.

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