Luxussteuer auf Sardinien vertreibt Bill Gates

5. Juni 2006, 19:09
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Bis zu 15.000 Euro pro Yacht - Nur Inselbewohner sind von Steuer befreit

Porto Rotondo - Die neue Luxussteuer vertreibt den amerikanischen Multi-Milliardär Bill Gates von der italienischen Trauminsel Sardinien. Eigentlich wollte der Microsoft-Gründer diesen Sommer mit seiner 120-Meter-Yacht "Octopus" an der Costa Smeralda vor Anker gehen, aber die Steuer von bis zu 15.000 Euro pro Yacht, ist ihm der Aufenthalt nicht wert.

Nach der Einführung der "Reichensteuer" am 1. Juni habe er seine Pläne geändert, berichtete die Zeitung "Corriere della Sera". "Die Luxussteuer verjagt Bill Gates und reiche Gäste."

Nach dem jüngsten Beschluss der Inselregierung müssen Besitzer von Privatyachten je nach Größe tief in die Tasche greifen. Schon für ein 14-Meter-Boot muss man 1.000 Euro pro Jahr auf den Tisch blättern, selbst wenn man nur einmal ankern will. Ein 30-Meter-Schiff koste bereits 10.000 Euro. Auch für Privatsets und Ferienhäuser sind ähnliche Abgaben zu berappen. Nur Inselbewohner sind davon befreit.

"Das ist ein harter Schlag", kommentiert der Chef eines Yachthafens im feinen Porto Rotondo im Nordosten des Mittelmeer-Eilands. Hinzu komme, dass die Preise zum Anlegen in Sardinien ohnehin sehr viel höher seien als in anderen italienischen Yachthäfen. Sardinien ist seit Jahren eines der beliebtesten Ferienziele der Schönen und der Reichen. "Ich habe nichts gegen die Reichen, aber bis heute verdient Sardinien keinen Euro an den Häusern der Nicht-Einwohner", begründet der Inselgouverneur Renato Soru den Schritt. (APA)

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    Bill Gates ist Sardinien zu teuer

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