Strache wird Wahlkärntner

21. Juni 2006, 14:23
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FPÖ-Chef erwirbt Nebenwohnsitz in Velden - Angriffe gegen Haider, Riess-Passer, Westenthaler und Rumpold

Klagenfurt - FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache wird Wahlkärntner. "Ich werde ab Sommer einen Nebenwohnsitz in Velden haben", kündigt der Wiener in der jüngsten Ausgabe der "Kärntner Woche" an. Zudem schloss er auch nicht aus, Spitzenkandidat des Wahlkreises 2 - Villach - zu werden.

"Kärnten ist Kernland der Freiheitlichen", weshalb er "den Kärntner Freunden zur Seite stehen" möchte, wird Strache in der am Sonntag erscheinenden Zeitung zitiert.

Wenig später folgte allerdings der Rückzieher: Strache werde bei der kommenden Nationalratswahl nicht als Landesspitzenkandidat in Kärnten antreten, stellte FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl klar. Man werde sich in Kärnten besonders einbringen und der dortigen FPÖ die größte Unterstützung zukommen lassen. Gerüchte, wonach Strache als Spitzenkandidat von Kärnten kandidieren werde, seien aber ein Missverständnis, betonte Kickl. Gleichzeitig gab er Landeshauptmann Jörg Haider (B) den Rat, sich "fest anzuschnallen", denn in Kärnten werde man noch "die eine oder andere Überraschung bringen", mit der er nicht rechne.

Generell stellte der FPÖ-Generalsekretär fest, dass noch keine Entscheidung über den blauen Spitzenkandidaten gefallen sei. Dieser werde vom Bundesparteitag bestimmt. Kickl: Natürlich sei die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dieser Kandidat Strache heißen werde.

Abfällige Worte fand Strache im "Woche"-Interview für BZÖ-Spitzenkandidat Peter Westenthaler. Dieser sei immer nur Sekretär Haiders gewesen und "ein Kofferträger wird nie Hoffnungsträger".

Und weiters meinte Strache, frühere Größen innerhalb der FPÖ hätten "das Parteigeld als ihr Eigentum gesehen": Strache: "Viele meiner Vorgänger sind als arme Leute in die Partei gekommen und haben diese als reiche Leute verlassen". Er nannte in diesem Zusammenhang Jörg Haider, Susanne Riess-Passer, Peter Westenthaler sowie Gernot Rumpold. (APA)

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