Rückschlag für Airbus A380

2. Juli 2006, 17:33
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Die Fluggesellschaft Emirates, Großkunde beim europäischen Flugzeugbauer, macht einen Rückzieher und bestellt zwei Fracht­maschinen des Großraumfliegers wieder ab

Düsseldorf - Die Fluggesellschaft Emirates aus Dubai, mit 43 Bestellungen für den Großraumflieger A380 der mit Abstand wichtigste Großkunde von Airbus, hat ihre Bestellung zweier Maschinen der Frachtversion A380F storniert. "Wir vermissen noch die nötige Klarheit bei den technischen Daten", begründete Emirates-Europa-Chef Keith Longstaff den Schritt im im Gespräch mit der "WirtschaftsWoche" (Montag). "Die endgültige Auslegung war für uns schwer zu fassen. Wir wollen erst noch sehen, wie sich das Flugzeug entwickelt."

Zuvor musste Airbus-Chef Gustav Humbert den Angaben zufolge schon die Auslieferung des ersten A380F an das Logistikunternehmen FedEx um sechs Monate auf Anfang 2009 verschieben. Damit komme das Modell der EADS-Tochter nur rund ein halbes Jahr vor Boeings Konkurrenzmodell 747-8F auf den Markt.

Der Auftragsbestand für die A380-Frachtversion sank dem Bericht zufolge inzwischen auf 25 Maschinen. Das seien nur noch sieben Flugzeuge mehr als das Boeing-Modell, das erst seit einem halben Jahr auf dem Markt ist. Darum zweifelten Experten dem Magazin zufolge an, dass Airbus die mehrere hundert Millionen Euro Entwicklungskosten, die bei der weltgrößten Transportmaschine zusätzlich zur Passagierversion anfallen, wieder erwirtschaften kann. (APA/dpa)

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