Gorbach: Rücktritt frühestens Anfang Juli

2. Juni 2006, 12:37
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"Wenn überhaupt" - Vizekanzler will sich weiter alle Optionen offen halten

Pians/Innsbruck - Vizekanzler Hubert Gorbach (BZÖ) lässt sich über seinen Verbleib in der Bundesregierung weiter alle Optionen offen. Am Rande einer Straßentunneleröffnung am Freitag in Pians in Tirol hielt er einen Rückzug aus der Politik "frühestens nach Ende des österreichischen EU-Vorsitzes" möglich, "wenn überhaupt".

Dass BZÖ-Spitzenkandidat Peter Westenthaler an den Vorbesprechungen vor dem Ministerrat mit dabei sei, sei "selbstverständlich". Das wäre auch in der Privatwirtschaft so, meinte Gorbach zur APA. Damit höre er alles Wichtige aus erster Hand und nicht über drei Ecken.

Gründe dafür und dagegen

Eine stabile Regierung sei ihm, Gorbach, immer ein Anliegen gewesen. "Wenn ich zurücktreten sollte, dann entscheide ich das aber selbst", betonte der Vizekanzler. Er klebe an keinem Sessel. Über die beiden Optionen werde intern in den zuständigen BZÖ-Gremien beraten. Bei beiden Varianten gebe es Gründe dafür und dagegen.

Rosen wurden Gorbach bei der Veranstaltung übrigens vom Tiroler Landeshauptmann Herwig van Staa (V) gestreut. Gorbach sei "unverzichtbar und muss bleiben", sagte Van Staa unter Hinweis auf Bundesmittel für die Verkehrsinfrastruktur in seinem Bundesland. Tirol sei in den letzten Jahren "vom Bund gut bedient worden", erklärte der Landeshauptmann. (APA)

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