Buffalo nicht im Stanley-Cup-Finale

18. Juni 2006, 15:32
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Sabres verloren entscheidendes Spiel gegen Carolina Hurricanes mit 2:4 - Vanek wieder nur Zuschauer

Raleigh/North Carolina - Die Buffalo Sabres, der Verein des Österreichers Thomas Vanek, sind im Kampf um den Einzug in das Stanley-Cup-Finale an den Carolina Hurricans gescheitert. Damit blieb der Traum des Steirers, den Einzug in das Finale der nordamerikanischen Eishockeyprofiliga (NHL) zu schaffen, unerfüllt. Vanek stand am Donnerstag (Ortszeit) im alles entscheidenden siebenten Spiel, wie schon in den vorangegangenen vier Partien nicht im Kader der Sabres.

Verletzungsmisere

Dabei hatte es für die Gäste aus Buffalo bis zum Beginn des letzten Drittels sehr gut ausgesehen. Carolina ging nach 13 Minuten durch Mike Commodore in Führung, doch Doug Janik mit einem Schlagschuss (36.) und der Deutsche Jochen Hecht 4,3 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels sorgten für die Führung der Mannschaft von Vanek. Hecht fuhr vor seinem Treffer um das Tor von Hurricans-Goalie Cam Ward, der Puck ging nach seinem Schuss via Wards Schlittschuh ins Netz.

Doch danach machte sich die Verletzungs- und Krankheitsmisere der Sabres mehr als deutlich bemerkbar. Den Gästen fehlten vier ihrer sechs Stammverteidiger. Nach den verletzten Henrik Tallinder, Teppo Numminen und Dimitri Kalinin fiel auch noch Jay McKee, der beste Schussblocker der Playoffs aus. Das wussten die Hausherren im letzten Drittel auszunutzen. Doug Wight glich in Minute 42 aus, ehe NHL-Veteran Rod Brind'Amour mit einem "Abstauber" in Überzahl für das vielumjubelte 3:2 sorgte. Justin Williams sorgte in der letzten Minute für die endgültige Entscheidung.

Gute erste Saison für Vanek

Sabres-Coach Lindy Ruff lobte sein ersatzgeschwächtes Team dennoch: "Unsere Mannschaft ist etwas Besonders. Sie hat nie nach Entschuldigungen gesucht und wieder alles gegeben, was sie hatte. Wir können erhobenen Hauptes gehen." Auf der anderen Seite strich Hurricans-Coach Peter Loviolette die Leistung von "Oldie" Brind'Amour hervor: "Er ist das Herz und die Seele dieser Mannschaft."

Damit beginnt auch für Thomas Vanek der Urlaub. Er kann, auch wenn er in den letzten Spielen nicht zum Einsatz kam, auf eine gute erste volle NHL-Saison zurückblicken. Der 22-jährige Grazer hat 81 der 82 Spiele im Grunddurchgang absolviert und mit 25 Toren und 23 Assists die hohen Erwartungen erfüllt. In den Playoffs schoss er zwei Tore, im Conference-Finale traf er im zweiten Spiel einmal. In den weiteren Spielen kam er nicht mehr zum Einsatz.

Carolina spielt als Meister der Eastern Conference ab Montag gegen West-Champion Edmonton Oilers um den Titel in der NHL. Die Oilers hatten die Anaheim Mighty Ducks klar 4:1 ausgeschaltet. (APA/Reuters/dpa)

  • Carolina Hurricanes Captain Rod Brind'Amour bei der Übergabe der Prince of Wales Trophy nach dem Gewinn des Eastern Conference Finals.
    foto:epa/gilliland

    Carolina Hurricanes Captain Rod Brind'Amour bei der Übergabe der Prince of Wales Trophy nach dem Gewinn des Eastern Conference Finals.

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