ISS-Astronauten absolvierten Reparaturarbeiten im All

9. Juni 2006, 16:27
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Astronauten-Duo war über sechs Stunden im Außeneinsatz

Washington - Zwei Bewohner der Internationalen Raumstation (ISS) waren in der Nacht zum Freitag zu Reparaturarbeiten ins All ausgestiegen. Sechs Stunden und 31 Minuten später hatten der russische Kommandant der ISS, Pawel Winogradow, und der US-Amerikaner Jeff Williams ihre Aufgaben erfolgreich erledigt und kehrten in die Raumstation zurück, wie die US-Weltraumbehörde NASA mitteilte.

Die ursprünglichen Golf-Abschlagpläne hatten aufgegeben werden müssen: Der Golfball, der mit einer Geschwindigkeit von knapp acht Kilometer in der Sekunde fliegt, hätte nach NASA-Ansicht die ISS selbst wie auch andere Fahrzeuge und Geräte im Orbit gefährdet. Nach Berechnungen von Wissenschaftern sollte der Ball vier Jahre lang um die Erde kreisen, bevor er in den dichteren Schichten der Atmosphäre verglüht wäre.

Das Astronauten-Duo hatte unter anderem die Aufgabe, eine defekte Abzugsöffnung an einem Gerät zur Sauerstofferzeugung in Stand zu setzen und eine nicht mehr funktionierende Außenkamera auszuwechseln. Außerdem holten Winogradow und Williams einen Container ein, der Bestandteil eines Experiments zur Erforschung der Weltraum-Auswirkungen auf Mikroorganismen ist. Für Winogradow war es der sechste Außeneinsatz im All, Williams verließ die ISS zum zweiten Mal. Für die Expedition 13 sind insgesamt zwei Weltraumausstiege geplant.(APA/dpa)

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