USA: Hurrikan-Saison hat begonnen

5. Juni 2006, 18:42
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Experten fordern zur Vorbereitung auf - Bis zu zehn Hurrikans werden erwartet

Washington - Zu Beginn der Hurrikansaison haben US-Klimaexperten die Bewohner der gefährdeten Regionen aufgefordert, künftige Wirbelstürme ernst zu nehmen. "Die Menschen müssen sich vorbereiten", sagte der Direktor des "National Hurrican Center" in Miami, Max Mayfield, am Donnerstag dem Fernsehsender CNN.

Nach den Worten von Mayfield haben im vergangenen Jahr viele Menschen "Russisches Roulette" gespielt und verloren. "Eine meiner größten Sorgen ist, dass ein Hurrikan an der Ostküste entlang zieht. Das passiert so selten, so dass sich die Menschen dort über Hurrikans keine Gedanken machen", sagte der Klimaexperte der Tageszeitung "Palm Beach Post".

Die US-Klimaforscher rechnen in diesem Jahr erneut mit einer überdurchschnittlich starken Hurrikan-Saison. Am Donnerstag gab es jedoch noch keine Anzeichen für einen Tropensturm über dem Atlantik. "Die Wasseroberfläche ist zurzeit nicht so stark erwärmt wie im Vorjahr", sagte Mayfield. Damit fehle noch eine wichtige Voraussetzung für die Entstehung der Stürme. US-Fernsehsender zeigten am Donnerstag mehrfach, welche Vorräte und Gebrauchsgegenstände in den Haushalten für den Notfall vorrätig sein sollten.

Bis zu zehn Hurrikans erwartet

Insgesamt erwarten US-Behörden bis zu zehn Hurrikans in dieser Saison, von denen vier bis sechs besonders schwer sein könnten. "Wir haben unsere Lektion von den Hurrikans "Katrina", "Rita" und "Wilma" gelernt", sagte der Direktor der US-Katastrophenschutzbehörde (FEMA), David Paulison, am Donnerstag dem Fernsehsender CBS. Die FEMA sei für eine Katastrophe des Ausmaßes von "Katrina" vorbereitet. "Wir haben Logistik, Kommunikation, Wetterbeobachtung und Opferversorgung überarbeitet", sagte Paulison.

FEMA war im vergangenen Jahr wegen des Missmanagements nach der "Katrina"-Katastrophe in die Kritik geraten. Paulisons Vorgänger an der Spitze der Behörde, Michael Brown, trat deshalb zurück.

"Katrina" hatte mehr als 1.800 Menschenleben gekostet und schwere Verwüstungen hinterlassen. Schwer betroffen wurde durch die Flutkatastrophe im Zusammenhang mit "Katrina" insbesondere die Südstaatenmetropole New Orleans. Die Hurrikan-Saison dauert bis zum 30. November. (APA/dpa)

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