Anlegerschützer sorgt sich um SEG

12. Juni 2006, 14:26
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SEG hat im Vorjahr nach Abwertungen der Immobilien einen Verlust von 5,5 Millionen Euro erzielt Übernahme einzige Alternative

Wien - Kleinanlegervertreter Wilhelm Rasinger "hofft, dass Eco Business Immobilien wie beabsichtigt, die verlustträchtige SEG Immo AG um vier Euro je Aktie übernimmt, sonst mache ich mir echt Sorgen". Denn die Alternative wäre das Portfolio abzuverkaufen, bei laufenden Kosten. Wenn die SEG so weiterwursten wie bisher kann der Preis je Aktie nur weniger werden, resümiert Rasinger.

Die börsenotierte SEG hat im Vorjahr nach Abwertungen der Immobilien im Volumen von sechs Mio. Euro einen Verlust von 5,5 (plus 2,4) Mio. Euro erzielt. Die Mieterträge stiegen zwar um rund zwei auf rund 11,5 Mio. Euro, gleichzeitig erhöhten sich die Aufwendungen auf 14,4 Mio. Euro, insbesondere wegen der Immobilienabwertungen. Das EBIT sank damit um rund 9,8 auf minus 1,8 Mio. Euro. Das Immobilienvermögen lag zum Jahresultimo bei 220,6 nach 210,1 Mio. Euro. Das Eigenkapital beträgt 42,5 Mio. Euro.

Rasinger zu den Problemen der SEG: Ein Mischmasch im Portfolio von Gewerbeliegenschaften über Vorsorge- und geförderte Wohnungen, der nicht zusammenpasst, die Projekte wurden zu teuer finanziert. Die zwei Kapitalerhöhungen im Vorjahr waren kein brüllender Erfolg, die Gesellschaft hat eine hohe Fremdverschuldung, hohe Kosten und keine Chance, dass sie kurzfristig viel Geld aufnehmen kann. Ohne der Übernahme hat die SEG keine Zukunft, sagt Rasinger zum STANDARD. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.6.2006)

Für mich ist die Entwicklung bei der SEG auch ein Zeichen, dass Immobilienaktien keine Einbahnstraße nach oben sind, vor allem wenn sie von Leuten gemanagt werden, die davon nichts verstehen. (Claudia Ruff, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 2.6.2006)

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