Kosovo bildet Nationalrat für die Sicherheit von Minderheitengruppen

7. Juni 2006, 16:33
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Regierungschef Agim Ceku: Serben neh,men Bewegungsfreiheit nicht in Anspruch

Belgrad/Pristina - In der UNO-verwalteten serbischen Provinz Kosovo wird ein Nationalrat für die Sicherheit von Minderheitengruppen gebildet. Regierungschef Agim Ceku erklärte in Pristina, dass es sich dabei um einen Bestandteil des Nationalen Sicherheitsrates handeln werde, der unter dem Vorsitz des Ministerpräsidenten erst gebildet werden solle.

An der Arbeit des Nationalrates für die Sicherheit von Minderheitengruppen werden sich sowohl Vertreter der Regierung wie auch der UNO-Mission (UNMIK), der internationalen Schutztruppe KFOR, des Kosovo-Schutzkorps und der Polizei beteiligen. Zur Sicherheitslage der serbischen Volksgruppe meinte Ceku, dass es bei den Serben um ein Gefühl gehe, das nicht dem wahren Stand der Dinge entspreche.

"Das Problem besteht darin, dass ihre Bewegungsfreiheit zwar garantiert wird, allerdings von ihnen (Serben) nicht in Anspruch genommen wird. Dadurch sind Vorurteile entstanden, dass sie keine Bewegungsfreiheit haben. Dies stimmt jedoch nicht", unterstrich Ceku.

Nach UNMIK-Angaben wurden nach der schwersten Gewaltwelle im Kosovo seit dem Kriegsende im Frühjahr 2004 25 Personen zu Haftstrafen von bis zu 18 Jahren verurteilt. Mehrere Prozesse sind allerdings noch im Gange. Durch die ethnisch motivierte Gewalt kamen 19 Personen ums Leben, rund 4.000 Serben wurden aus ihrem Heim vertrieben. (APA)

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