Nowotny prüft Klagen

12. Juni 2006, 11:22
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Über die Penthouse-Politik der früheren Bawag-Spitze herrscht vor allem auch in der jetzigen Bankführung Kopfschütteln

Wien - Über die Penthouse-Politik der früheren BAWAG-Spitze herrscht vor allem auch in der jetzigen Bankführung Kopfschütteln. Bankchef Ewald Nowotny prüft bereits neue Schadenersatzklagen, wie er am Donnerstag Nachmittag der APA mitteilen ließ.

Die BAWAG hat nach einem Bericht der "Oberösterreichischen Nachrichten" ihrem früheren Generaldirektor Helmut Elsner auch die Einrichtung für sein Penthouse über der Bankzentrale gezahlt. Die BAWAG hat dies heute bestätigen müssen.

Separate Mietvorschreibung

"Es gab tatsächlich Zahlungen der Bank für Einrichtungsgegenstände, als diese Penthouse-Wohnung bezogen wurde", sagte BAWAG-Sprecher Thomas Heimhofer. Für diese Einrichtung habe es aber eine separate Mietvorschreibung gegeben. Das heißt Elsner hätte demnach die Einrichtung, die die Bank bezahlte, gemietet. Die Einrichtungsgegenstände befänden sich in der Wohnung.

Nun untersucht die Bank, ob auch auch diese seinerzeitige Praxis rechtlich bekämpft werden kann. Der amtierende Generaldirektor Nowotny habe "diesbezüglich eine Analyse und Prüfung beauftragt, ob rechtliche Schritte möglich sind", sagte der Sprecher.

Unverständlich

Für den jetzigen Vorstand seien die damaligen Vorkommnisse "schlicht unverständlich", betonte man in der Bank gegenüber der APA.

Was die Wohnung von Ex-ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch betrifft, so habe es keine Zahlungen der Bank für Einrichtungsgegenstände gegeben, hieß es heute weiter. Auch bei Flöttl Senior habe es keinen Hinweis gegeben, dass die Bank Einrichtung finanziert hätte. (APA)

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