Käfer gefährden spanisches Weltkulturerbe

1. Juni 2006, 14:47
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Jahrhundertealte Palmengärten fallen Palmenrüssler zum Opfer

Madrid - Eine Käferart gefährdet ein spanisches Weltkulturerbe: In den Palmenhainen von Elche, den größten in Europa, fielen bereits mehr als 3.000 Bäume den Schädlingen zum Opfer, berichtete die Zeitung "El País" am Donnerstag. Die jahrhundertealten Palmengärten im Südosten Spaniens, die von der UN-Kulturorganisation UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen wurden, sind die wichtigste Touristenattraktion dieser Gegend.

In den Hainen befinden sich rund 200.000 Bäume, die bis zu 200 Jahre alt sind. Bei den Käfern handelt es sich um Palmenrüssler (Rhynchophorus ferrugineus), die ursprünglich aus den Tropen Asiens stammen und sich nach Afrika und Europa ausgebreitet haben. Die Insekten wurden nach Ansicht von Experten durch den illegalen Handel mit Zierpalmen eingeschleppt. Die Schädlinge, die die Größe von Maikäfern erreichen, sind äußerst hartnäckig. Sie konnten mit Chemikalien zwar zurückgedrängt, aber nicht beseitigt werden. Sie lassen sich nur dadurch eliminieren, dass befallene Bäume gefällt und verbrannt werden. (APA/dpa)

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