Rumäniens Bankensektor "in österreichischer Hand"

20. Juni 2006, 16:21
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Nach BCR-Übernahme durch Erste Bank steigt Österreichs Kapitalbeteiligung an Rumäniens Banken auf fast ein Drittel

Bukarest - Nach der Übernahme der Banca Comerciala Romana (BCR) durch die Erste Bank befindet sich fast ein Drittel des Aktienkapitals der rumänischen Banken in österreichischem Besitz. Von 3,2 Prozent Kapitalanteil im Jahr 2000 hätten die Österreicher bis Ende 2005 ihren Anteil am rumänischen Bankensektor auf 23,4 Prozent gesteigert, zitiert Rompres einen Bericht des rumänischen Wirtschaftsmagazins "Capital". Mit der BCR betrag dieser Anteil 30 Prozent heißt es.

Konkurrenz aus Griechenland

Die Griechen seien die stärksten Konkurrenten der Österreicher, schreibt Rompres, und auch bei der Privatisierung der Großsparkasse CEC (Casa de Economii si Consemnatiuni) würden die Österreicher - Raiffeisen will ein verbindliches Angebot abgeben - neuerlich auf griechische Konkurrenten treffen. Die Angebotsfrist für die CEC läuft Ende Juni ab.

Beim Wachstum der österreichischen Banken in Rumänien hätten organische Entwicklung und Filialeröffnungen keine wesentliche Rolle gespielt, so die Analyse - Übernahmen und Fusionen (HVB/BA-CA und Banca Tiriac) seien die bestimmenden Faktoren gewesen. Den Anfang der spektakulären Entwicklung habe Raiffeisen 2001 mit der Übernahme der Banca Agricola gemacht. Inzwischen seien die Erste Bank, die belgische KBC, die neue BA-CA-Mutter UniCredit und Raiffeisen die stärksten Banken in Mittel- und Osteuropa. Insgesamt stieg der ausländische Kapitalanteil an Rumäniens Banken von 40,4 Prozent im Jahr 2001 auf 75,1 Prozent (einschließlich BCR) 2005. (APA)

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