Salzburg: Barockes Aussehen für den Mirabellgarten

1. Juni 2006, 13:15
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Rekonstruktion aufs Jahr 1730 geplant

Salzburg - Der Mirabellgarten in der Stadt Salzburg soll im Lauf der nächsten zehn Jahren wieder jenes Gesicht erhalten, wie er um 1730 bereits zu bewundern war. Vorlage ist ein historischer Kupferstich des Architekten Franz Anton Danreiter, der in den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts für die Aufsicht über sämtliche Schlossgärten des Fürsterzbischofs verantwortlich war. Außerdem soll der Garten unter Denkmalschutz gestellt werden.

Eine fünf Zentimeter dicke Studie des Bundesdenkmalamtes dokumentiert penibel die Entwicklung der weltweit einmaligen Gartenanlage. "Auf dieser wissenschaftlichen Grundlage streben wir in den nächsten zehn Jahren die Wiedererrichtung eines Barockgartens an, wie er um 1730 bestand", erklärte Vizebürgermeister Harald Preuner in einer Aussendung anlässlich der Übergabe der Studie.

"Ohne Vergleich"

Es gebe "kein zweites Mal eine kulturlandschaftliche Situation mit Festungsblick" wie im Mirabellgarten, sagte Geza Hajos vom Bundesdenkmalamt. Auch die geometrischen Räume und barocken, bis heute erhaltenen Rahmenbedingungen seien ohne Vergleich. Nun gehe es darum, einen "Zielzustand" zu definieren. Denn die Zeit und ihre Moden seien auch am Mirabellgarten nicht spurlos vorübergegangen.

Landeskonservator Ronald Gobiet kündigte an, dass der Mirabellgarten unter Denkmalschutz gestellt werde. Damit sei jedoch kein Diktat verbunden: Das Denkmalamt wolle mit der Stadt "einvernehmlich den Weg in die Zukunft gehen" und nötige Umgestaltungen sowohl fachlich als auch budgetär unterstützen. (APA)

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