Kissinger: Positiver Schritt zur Entspannung

6. Juni 2006, 13:38
27 Postings

Ex-Außenminister befürwortet Polit-Schwenk

Für den ehemaligen US-Außenminister Henry Kissinger ist durch das amerikanische Gesprächsangebot an den Iran die Gefahr einer militärischen Auseinandersetzung reduziert worden, obwohl niemand behaupten könne, dass die militärische Option ein für alle Mal vom Tisch sei.

Kissinger, der sich am Donnerstag in Wien aufhielt, um zum Zehn-Jahre-Jubiläum der Donau-City an einer Gesprächsrunde über "Städte im zukünftigen Europa" teilzunehmen, begrüßte die Initiative der Bush-Regierung als konstruktiven Schritt.

Weil eine unkontrollierte Verbreitung von Atomwaffen auch für Russland und China eine Gefahr darstelle, glaubt Kissinger, dass sich im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen mit dem Iran langfristig ein Konsens über Sanktionen im UN-Sicherheitsrat herstellen lassen werde. Die Beziehungen USA-Europa sind für Kissinger wieder intakt.

Die größten Fehler, die seiner Ansicht nach in der ersten Amtszeit von Präsident George W. Bush passierten: auf US-Seite der Versuch, Multilateralismus durch Unilateralismus zu ersetzen; bei den Europäern die Tendenz, mit Antiamerikanismus Politik zu machen. (win)

  • Henry Kissinger: Konsens im UN- Sicherheitsrat möglich.
    foto: fischer

    Henry Kissinger: Konsens im UN- Sicherheitsrat möglich.

Share if you care.