"Die Zauberhaft"

9. November 2006, 11:27
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Publikation von Margotsdotter-Fricke analysiert sexualisierte Gewalt in Märchen und die Befreiung daraus - Gewinnspiel

Schön sehen sie aus, die Bilder vom kleinen, zarten Mädchen - auch in den Illustrationen von Märchen. Und harmlos klingt sie und lullt uns ein - die Geschichte von der Prinzessin Tüvstarr und dem Elchbock Skutt. Aber sie ist nicht harmlos, wie die Autorin Dagmar Margotsdotter-Fricke in "Die Zauberhaft" aufzeigt. Ihr geht es um das Aufzeigen des Missbrauchs unseres Vertrauens, ein Genre zu benutzen, nämlich Märchen, welches "eine Art Ur-Vertrauen der ganzen Menschheit besitzt".

An Hand der Erzählung wird gefragt, was die Bilder und der Text wirklich sagen? Wie tragen sie dazu bei, Situationen sexualisierter Gewalt zu verherrlichen? Und was bewirken sie bei Frauen und Kindern? Die Autorin zeigt an dieser Erzählung aus der nordischen Märchenwelt beispielhaft die keineswegs märchenhaften Strategien der Täter - derer, die missbrauchen, und derer, die "erretten" - und bietet mit anderen symbolischen Welten Auswege, in denen Mädchen und Frauen wieder und trotz allem gestärkt leben können. Wie betroffene Prinzessinnen dennoch Königinnen werden können.

Wir verlosen fünf Ausgaben.
Zum Gewinnspiel

Die Zauberhaft
Dagmar Margotsdotter-Fricke
Christel Göttert Verlag
2006, € 8,50
ISBN: 3-922499-83-X
  • Artikelbild
    foto: christel göttert verlag
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