Brot aus Apulien

6. Juni 2006, 11:40
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Produkt der Woche: Die Laibe aus Altamura werden ausschließlich in holzbefeuerten Öfen und nur aus Hartweizengrieß gebacken

An sich reist frisch gebackenes Brot eher selten über mehr als tausend Kilometer an, und solches aus Süditalien schon gar nicht: Da herrscht bekanntlich ein ziemliches Monopol für Weißbrot, das schon beim Ausgang der Bäckerei staubtrocken schmeckt. Ganz anders die Laibe aus Altamura im Hinterland von Bari, die ausschließlich in holzbefeuerten Öfen und nur aus Hartweizengrieß gebacken werden. Der speichert Feuchtigkeit extrem gut, was die Stadt zu einer Hochburg artisanaler Backkunst werden ließ, deren Brot man inzwischen in ganz Italien für seinen urtümlichen Geschmack und seine außergewöhnliche Haltbarkeit als Delikatesse schätzen gelernt hat.

Ein Laib bleibt gut zehn Tage frisch, in Weißbrotkreisen ist das gleichbedeutend mit ewig. Längst hat Europa eine geschützte Herkunftsbezeichnung (DOP) vergeben, denn dieser Geruch nach echtem Korn und echtem Feuer weckt einfach große Gefühle. Klar wird die Kruste bald einmal lätschert, am allerbesten eignet sich das Brot aber ohnehin für Bruschetta, und dafür wollen die Scheiben vor dem Belegen mit allerlei Gemüsezeug, Käse oder Sardellen (oder allem gleichzeitig) ohnehin kurz gegrillt werden.
(corti/Der Standard/rondo/02/06/2006)

Pane di Altamura
€ 4,50 pro Kilo
exklusiv bei L'Ora Giusta
Billrothstr. 41
1190 Wien
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