Reaktionen: Ägypten und Saudi-Arabien fordern von Iran Flexibilität

2. Juni 2006, 08:24
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Mubarak und Abdullah warnen vor Einsatz von Gewalt

Sharm el-Sheikh (APA/AP) - Nach dem überraschenden Gesprächsangebot Washingtons an den Iran haben Ägypten und Saudi-Arabien Teheran zu Flexibilität im Atomkonflikt aufgerufen. Sowohl der Iran als auch die internationale Gemeinschaft müssten in der Frage des iranischen Atomprogramms beweglich sein, erklärten Ägyptens Präsident Hosni Mubarak und der saudische König Abdullah auf einem Gipfel in Sharm el-Sheikh. Die Region brauche keine Atommacht, betonten sie, und warnten vor dem Einsatz von Gewalt zur Lösung des Konfliktes.

US-Präsident George W. Bush hatte am Mittwoch seine Bereitschaft zu direkten Verhandlungen mit Teheran erklärt. Er knüpfte dies jedoch an die Bedingung, dass der Iran sein Programm zur Urananreicherung aussetze und dies beweise. In einer ersten Reaktion lehnte Teheran das Angebot ab.

Die amtliche Nachrichtenagentur IRNA nannte Bushs Vorstoß am Mittwochabend einen "Propaganda-Schritt". "Es ist selbstverständlich, dass die Islamische Republik Iran nur Vorschläge und Bedingungen akzeptiert, die den Interessen der Nation und des Landes dienen. Die Einstellung der Urananreicherung zählt definitiv nicht dazu," hieß es.

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