Reiterstandbilder als Raubobjekte

1. Juni 2006, 09:00
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Neuer Trend in Großbritannien

London - Nach einer langen Kunstraubserie in Großbritannien haben sich die Täter neuerdings offenbar auf Reiterstandbilder verlegt. Wie die Polizei am Mittwoch in London mitteilte, verschwanden innerhalb einer Woche zwei Reiterstatuen zum Gedenken an den Ersten Weltkrieg aus dem öffentlichen Raum.

In der Nacht zum 28. Mai wurde demnach eine zwei Meter lange und 1,5 Meter hohe Reiterfigur aus dem Park der St.-Leonard-Kirche in Wiltshire abgeräumt, eine Woche zuvor ein Reiterstandbild aus dem Garten der St.-Mary-Kirche in Somerset. Der Wert der Figur aus Wiltshire wurde auf rund 44.000 Euro veranschlagt.

Rätsel über Serie

Die Serie der inzwischen rund 20 Diebstähle von Bronzeskulpturen gibt den britischen Behörden seit Monaten Rätsel auf. Unklar ist, ob die Skulpturen alleine wegen ihres Materialwerts beiseite geschafft und von den Tätern eingeschmolzen werden oder ob sie einen anderen Zweck verfolgen. Kunstliebhaber befürchten, dass auf diese Weise einzigartige Stücke für immer verschwinden. Zu den gestohlenen Skulpturen zählt auch die Figur "Liegender" ("Reclining Figure") von Henry Moore. (APA)

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