Alfred Dunhills teure Pfeifen

8. Juni 2006, 20:22
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Hochpreisige Rauchzeichen am Kunstmarkt bei Christie's South Kensington in London

London - Ein hochpreisiges Rauchzeichen durfte der internationale Kunstmarkt vergangene Woche vermelden, als am 23. Mai bei Christie's South Kensington in London die persönliche Sammlung von Alfred Dunhill zur Verteilung gelangte. Den höchsten Zuschlag erteilte Expertin Pippa Green für eine große, dem Wiener Pfeifenmacher Joseph Krammer zugeschriebene Meerschaumpfeife. Das leichte und auf den ersten Blick wie Elfenbein wirkende Material (Sepiolith) wurde oftmals zu Zigarettenspitzen oder auch Pfeifenköpfen verarbeitet.

Das aktuelle ist ein besonders große Exemplar, wurde um 1871 ausgeführt und war von den Experten auf 2000 bis 4000 Pfund geschätzt worden. Erst bei 26.400 Pfund, umgerechnet 38.650 Euro (brutto), fand es einen neuen Platz in einer Schweizer Privatsammlung. Eben dort hin wechselte für knapp 24.600 Euro ein aus dem selben Material in der zweiten hälfte des 19. Jahrhunderts gefertigter Zigarrenstumpen-Halter. Insgesamt wechselten in dieser Auktion 130 Objekte für umgerechnet etwas mehr als 287.000 Euro den Besitzer. (kron/ DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1.6.2006)

  • 38.650 Euro erzielte Christie's in London für die Meerschaumpfeife.
    foto: christie's

    38.650 Euro erzielte Christie's in London für die Meerschaumpfeife.

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