Südtiroler realisieren Riesenressort bei Zadar

22. Juni 2006, 15:19
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Falkensteiner steckt knapp 200 Millionen Euro in Feriendestination Punta Scala – Headquarter künftig in Wien

Wien – Der international tätige Hotelbetreiber Falkensteiner aus Südtirol, zu dem auch die Tourismusberatung Michaeler & Partner gehört, stößt mit einem Projekt in Kroatien in eine neue Dimension vor. Um knapp 200 Mio. Euro soll in Punta Scala, 20 Kilometer nördlich von Zadar, eine Tourismusdestination mit Hotels, Apartments, Villen, Geschäften und Restaurants entstehen – Marina und 27-Loch-Golfanlage inklusive.

Die Umsetzung des Projekts, das die bisher größte touristische Einzelinvestition in Kroatien darstellt, erfolgt in zwei Schritten. In Phase eins sollen auf einer Gesamtfläche von knapp 30 Hektar rund 150 Mio. Euro verbaut werden. Errichtet werden zwei Hotels (ein Vierstern- und ein Fünfsternbetrieb), 274 Apartments, ein Aparthotel mit 187´Einheiten, 28 Villen, verschiedenen Geschäften und Restaurants sowie diverse Sportanlagen. Baubeginn ist im September, die ersten Gäste werden im Frühjahr 2008 erwartet.

In einer zweiten Phase sollen dann um knapp 50 Mio. Euro eine Marina, ein Golfplatz und andere Infrastruktureinrichtungen entstehen. Für die Pläne zeichnet ein Architektenteam unter Führung des in Wien lebenden Boris Podrecca verantwortlich.

Finanziert wird das Projekt von der Hypo Alpe-Adria, die mit Falkensteiner schon beim Hotel Borik in Zadar zusammengearbeitet hat. Die Apartments und Villen sollen um 2300 bis 2900 Euro je m verkauft werden; die Hotels in der als Ganzjahresdestination konzipierten Anlage will Falkensteiner mit großteils lokalem Personal selbst betreiben.

Neue Struktur

Um Punta Scala bestmöglich umzusetzen und für künftige Projekte gerüstet zu sein, hat sich Südtirols größte Tourismusgruppe eine neue Struktur gegeben. Die bisher lose miteinander verbundenen Gesellschaften sind unter der nach den geschäftsführenden Gesellschaftern Erich Falkensteiner und Otmar Michaeler benannten Holding Falkensteiner Michaeler Tourism Group zusammengefasst worden. Jetzt steht die Übersiedlung des Headquarters von Südtirol nach Wien bevor.

Bis Herbst will man eine geeignete Immobilie für rund 100 Mitarbeiter finden. Von hier aus soll die Expansion der Gruppe, die derzeit auf rund 8000 Hotelbetten kommt, vor allem in Südosteuropa vorangetrieben werden. In Wien ist Falkensteiner an einem dritten Hotel interessiert. (stro, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 1.6.2006)

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