"C.S.I." in Meidling

4. Juli 2006, 21:39
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Warum gibt es noch kein österreichisches Gegenstück zu den beliebten US-Forensikern - "CS-EI Meidling" bei Okto schafft Abhilfe

Über ein erfolgreiches Saisonfinale mit der, nebenbein bemerkt, tatsächlich sehr schnittigen "C.S.I."-Folge von Quentin Tarantino durfte sich nach dem ORF also auch Vox freuen. Das wirft die Frage auf, warum es noch kein österreichisches Gegenstück zu den beliebten US-Forensikern gibt. Ein professionell agierendes, unglaublich toughes Team, das hier zu Lande aus einer Ameise ein ganzes Mordkomplott ablesen kann. Peinlich?

Nicht unbedingt. Während im ORF die "Soko Donau" im Seichten schippert, ist man beim Wiener Communitysender Okto weiter. Mit Pinzette und MP gehen dort die Agenten Helmi Eichberger und Tanja Taktlos sowie Gerichtsmedizinerin Biggie Kiare Waite einmal im Monat auf Mörderjagd. "CS-EI Meidling", inszeniert von Harald Huto, ist die erfrischende Billigalternative zum gelackten Medizinerkrimi.

Die Protagonisten können optisch wie akustisch ihre Herkunft nicht verleugnen, die Fälle sind bis ins Absurde überzeichnet. In der Folge "Zombie", Freitag um 21 Uhr, wird "Karl Swoboda, ein stadtbekannter Satanist" ermordet. Ermittlerin Tanja legt die heiße Spur: "Dieser Mord trägt die Handschrift der bloodsucking Zombies." Dass in der Folge ein bisschen gar viel Heavy Metal gereicht wird, trübt die Laune nur ein ganz klein wenig.

Okto kann im Wiener Telekabel TV auf Kanal 8 empfangen werden. Im Internet laufen die Programme als Webstream. Reinschauen lohnt sich. (prie/DER STANDARD, Printausgabe, 1.6.2006)

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