Die Brennessel

31. Mai 2006, 15:46
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Ob als Spinat, Tee oder Frischsaft - Die Brennessel gehört zur ersten grünen Frühjahrskur

Die brennende Wirkung der Heilpflanze kennt wohl jeder: bei einer Berührung brechen die verkieselten Brennhaare ab und es verbleiben scharfkantige, mit Nesselgift gefüllte Spitzen. Das Nesselgift ist ausserordentlich wirkungsvoll, und es reicht schon ein zehnmillionstel Gramm, um das gefürchtete Brennen und Jucken hervorzurufen.

Wirkweise laut Phytokodex

Die Brennessel wirkt diuretisch und wird bei Durchspülungstherapien eingesetzt. Sowohl die getrockneten Blätter als auch der Frischpflanzensaft führen bei längerer Anwendung zu einer Steigerung der Harnmenge. In vitro werden Stoffwechselvorgänge gehemmt, die bei der Entstehung von Entzündungen bedeutsam sind. Die Brennessel wird außerdem bei Harnsteinen, Nierengrieß, Krämpfen und rheumatische Beschwerden verwendet. Für die zahlreichen aus der Volksmedizin kommenden Indikationen fehlen pharmakologische Prüfungen.

Entschlackend - der Brennesseltee

Dabei ist die Brennessel eine wichtige und alte Heilpflanze. Vor allem als Frühjahrskur wirkt sie Wunder. Man kann sie als Tee trinken, im Salat, in der Suppe und wie Spinat essen. Gut gewürzt und mit anderen Kräutern zusammen schmeckt es vorzüglich und gibt frische Kräfte.

Brennessel gegen Haarausfall

Eine Massage der Kopfhaut mit einer Brennesseltinktur soll bei Haarausfall helfen. Die Wirkstoffe der Brennessel werden auch gegen Rheumatismus und Gicht eingesetzt, da die Giftstoffe den Körper ausspülen. Besonders mutige Rheumapatienten lassen sich mit der ganzen Pflanze schlagen, um die Reizwirkung des Brennesselgiftes auszunutzen.

Brennesseln sind sehr anspruchslose Pflanzen, die eigentlich überall wachsen, wo man sie lässt. Geerntet werden die jungen Triebe der Brennessel ebenso wie die Wurzeln und die jungen Blätter sobald sie austreiben.

Empfohlene Dosierung

Mittlere Tagesdosis: 8-12 g Droge. Berechnungsgrundlage: 10 g Droge.

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Phytokodex

von Univ.-Prof. Dr. Reinhard Länger, Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Kubelka

Inhaltstoffe
Flavonoide: 1-2 %
Silikate: 1-4 %
In den Brennhaaren Histamin, Serotonin, Cholin.

  • Artikelbild
    foto: institut für pharmakognosie/universität wien
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