Ultraschnelle Lichtpulse

6. Juni 2006, 20:39
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Der Physiker Ferenc Krausz (44) wurde vergangene Woche von der US-amerikanischen Institute of Electrical and Electronics Engineers, Inc. (IEEE) Laser and Electro-Optics Society mit dem Quantum Electronics Award ausgezeichnet. Der Direktor am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München und ehemalige Professor der TU Wien wurde für "außergewöhnliche und herausragende technische Beiträge, die für das Gebiet der Quantenelektronik, Laserforschung und Elektrooptik wegweisend sind", geehrt, teilte die Max-Planck-Gesellschaft mit. Konkret erhält Krausz die Auszeichnung für seine Beiträge zur Entwicklung ultraschneller Lichtpulse, insbesondere für die Erzeugung einzelner Attosekundenpulse. 2002 gelang es ihm, damals als Professor an der TU Wien, Laserblitze im Attosekundenbereich (eine Attosekunde ist ein Milliardstel von einem Milliardstel einer Sekunde) zu erzeugen. Dies feierte das Wissenschaftsmagazin Science als eine der zehn wichtigsten Errungenschaften des Jahres 2002 auf dem Gebiet der Naturwissenschaften. Mit diesen Attosekundenblitzen gelang es Krausz erstmals, Elektronen in der Atomhülle direkt zu beobachten. Heute ist Krausz noch Honorarprofessor der TU Wien. Das IEEE gilt als weltgrößte Organisation für Förderung von Technologie. (DER STANDARD Printausgabe, 31. Mai 2006)
  • Ferenc Krausz
    foto: standard/cremer

    Ferenc Krausz

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