Wetterprognosen für den Juni sind trist

2. Juni 2006, 21:05
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Der kommende Monat soll kühl und feucht werden - mehr Wärme verspricht auch der Juli nicht - stattdessen Regen

Wien - Der Sommer dürfte nicht wirklich schön werden, erklären die Langzeitprognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Der Juni soll temperaturmäßig unterdurchschnittlich und zu feucht werden und der Juli wird voraussichtlich von der Wärme her eher durchschnittlich aber mehr Regen bringen. Einzig der August dürfte mit höheren Werten und weniger Niederschlägen aufwarten. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Prognose zutrifft, liegt laut ZAMG allerdings immerhin nur bei 50 Prozent.

Erst ab kommenden Mittwoch wieder Sonne

Am 1. Juni beginnt der meteorologische Sommer, doch das Wetter bleibt kühl und grauslich. Generell sind der Osten und die Alpennordseite benachteiligt. Sie bekommen mehr Wolken und Regen ab. Oberhalb von 1.100 bis 1.600 Metern gibt es sogar Schnee. Erst ab Mittwoch nächster Woche hören die Niederschläge auf. Dann können die Temperaturen auch wieder bis zu 20 Grad erreichen.

Wien war von der Sonne begünstigt

Die wenigsten Sonnenstunden wurden mit 91 Prozent (213 statt normal 235 Stunden) bis jetzt in St. Pölten registriert. Die absolut meisten Sonnenstrahlen (224) konnten bisher die Wiener und Klagenfurter genießen, nur 182 Stunden schien die Sonne bis Mittwoch früh in Salzburg.

Mai war wärmer als 2004

Trotz des Kälteeinbruchs liegen die Mai-Monatsmittel vom Bodensee bis in das westliche Mostviertel um 0,5 bis 1,5 Grad Celsius über dem Durchschnitt. Auch sonst werden normale Mittel erreicht. Damit war dieser Mai etwas kühler als im Vorjahr, aber wärmer als 2004. Anders als im Vorjahr wurde die 30 Grad-Marke nicht erreicht.

Monatsrekorde

Die letzten Maitage brachten besonders im Westen Österreichs ungewöhnlich tiefe Temperaturen. So wurde in den vergangenen Jahrzehnten die Höchsttemperatur von Dienstag von Bregenz (9,2 Grad) nur am 30. Mai 1986 mit 7,8 Grad unterboten.

Der höchste Wert wurde am 22. Mai in Salzburg-Freisaal gemessen mit 29,3 Grad. St. Michael (Lungau) verzeichnete am 7. Mai mit 2,4 Grad Minus den absoluten Tiefstwert.

Niederschläge normal

Auch die Niederschlagsbilanz entsprecht in überraschend großen Teilen Österreichs etwa dem Normalwert. Nur in Vorarlberg, im äußersten Nordwesten und Nordosten Österreichs sowie im Süden Salzburgs, im oberen steirischen Murtal und im Norden Kärntens fielen bereits 125 bis knapp 200 Prozent der normalen Mengen.

Schnee war eher ungewöhnlich

Schneefälle unter 1.000 Meter Seehöhe und örtliche Schneedecken bis knapp oberhalb 1.000 m sind Ende Mai nicht die Regel, kommen aber von Zeit zu Zeit vor, so die ZAMG. Eine gut vergleichbare Situation bot der Mai 1986. In Vorarlberg und Tirol lag damals Ende Mai Schnee bis unter 1.000 Meter.(APA)

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