Voraussichtlich weiterer Anstieg in der Eurozone im Mai

17. Juli 2006, 11:04
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Nach einer ersten Eurostat-Schätzung lag sie im Mai bei 2,5 Prozent, nachdem sie bereits im April auf 2,4 Prozent geklettert war

Brüssel - Der Anstieg der Verbraucherpreise in der Eurozone geht weiter. Nach einer ersten Schätzung des Statistikamtes der EU, Eurostat, lag die Inflationsrate im Mai 2006 voraussichtlich bei 2,5 Prozent, nachdem sie bereits im April insbesondere wegen der hohen Ölpreise auf 2,4 Prozent geklettert war.

Die endgültigen Zahlen für Mai wird Eurostat am 15. Juni veröffentlichen. Bisher hat sich die Berechnung der Vorausschätzung als zuverlässig erwiesen, so Eurostat. In den vergangenen zwei Jahren wurde die Inflationsrate 14 Mal exakt vorausgeschätzt, 9 Mal war der Unterschied 0,1 und ein Mal lag er bei 0,2 Prozentpunkten.

Preisstabilität

Die Europäische Zentralbank (EZB) sieht Preisstabilität bei einer Inflation knapp unter 2 Prozent gewährleistet. In den vergangenen Wochen haben sich mehrere EZB-Ratsmitglieder sowie die Zentralbank selbst besorgt über die wachsende Inflationsgefahr in der Eurozone geäußert. Am gestrigen Dienstag hatte das irische Ratsmitglied John Hurley eine Zinserhöhung angedeutet.

Angesichts der allgemein ungünstigen Preisentwicklung im Euro-Raum seit Jahresbeginn und der Inflationsgefahr, die von hohen Ölpreisen und dem Anstieg staatlich festgelegter Preise und Steuern sowie vom stärkeren Wachstum ausginge, "ist die Richtung der Zinsen aufwärts". An den Finanzmärkten wird fest damit gerechnet, dass der EZB-Rat bei seiner nächsten Zinssitzung am 8. Juni den Schlüsselzins von zurzeit 2,5 Prozent um mindestens 25 Basispunkte anheben wird. (APA)

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