AR-Chef Wieltsch hält sich zu Kapitalerhöhung bedeckt

12. Juni 2006, 11:48
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Grundvoraussetzung seien in jedem Fall ein vernünftiges Ergebnis und eine ebensolche Entwicklung, so der AUA-Aufsichtsratschef

Wien - AUA-Aufsichtsratschef Rainer Wieltsch hat sich am Mittwoch zu einer möglichen Kapitalerhöhung der AUA abwartend geäußert. "Grundvoraussetzung sind in jedem Fall ein vernünftiges Ergebnis und eine ebensolche Entwicklung", sagte Wieltsch am Rande einer Börse-Veranstaltung von der APA auf das Thema angesprochen. Kernaktionär ÖIAG werde gegebenenfalls einer Kapitalerhöhung mitziehen, "wenn die vom Vorstand vorgelegte Story stimmt".

Bei der Hauptversammlung am Montag vergangener Woche hatten die Aktionäre eine Erhöhung des Grundkapitals um die Hälfte bzw. um 123,6 Mio. Euro beschlossen. Wieltsch betonte aber, dass es sich bei diesem Beschluss um einen Vorratsbeschluss und keine aktuelle Kapitalerhöhung handle. Der AUA-Aufsichtsrat dementierte Pressemeldungen, wonach ein von der ÖIAG bei Roland Berger in Auftrag gegebenes Gutachten der Staatsholding davon abrate, bei einer Kapitalerhöhung mitzuziehen. Dies sei "falsch", sagte Wieltsch.

In der Vergangenheit habe die ÖIAG gezeigt, habe sich die ÖIAG trotz ihres Privatisierungsauftrages im Fall des Falles bei einzelnen Unternehmen trotzdem zusätzlich engagiert. Als Beispiel dafür nannte Wieltsch ein teilweises Mitziehen bei einer voestalpine-Kapitalerhöhung sowie ein ähnliches Agieren bei der VA Tech. In letzterem Fall war der Beschluss der ÖIAG, bei der Kapitalerhöhung mitzuziehen wegen der Übernahme durch Siemens aber nicht zum Tragen gekommen. (APA)

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