Pentagon verspricht Aufklärung

6. Juni 2006, 09:48
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Bush erfuhr durch die Medien von Vorgängen in Haditha - "Time"-Reporter gab Hinweis

Washington - US-Präsident George W. Bush hat erst durch die Medien von den mutmaßlichen Ermordungen irakischer Zivilisten durch amerikanische Marineinfanteristen in der Stadt Haditha erfahren. Der Sprecher des Weißen Hauses, Tony Snow, erklärte am Dienstag in Washington, ein Reporter des Magazins "Time" habe die ersten Hinweise gegeben.

Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrats, Frederick Jones, sagte, die Zeitschrift habe die US-Truppen in Bagdad am 10. Februar auf die Vorgänge in Haditha vom November aufmerksam gemacht. Nach ersten Ermittlungen sei der Präsident informiert worden.

"Time" hatte im März von den Vorwürfen gegen US-Soldaten berichtet, die mehr als 20 Menschen in Haditha vorsätzlich und ohne Grund getötet haben sollen. Das Marineinfanteriekorps hatte zunächst erklärt, die Iraker seien durch eine am Straßenrand versteckte Bombe und bei anschließenden Kämpfen mit Aufständischen ums Leben gekommen.

Pentagon verspricht Aufklärung

Das Pentagon hat am Dienstag erneut die volle Aufklärung der Vorfälle von Haditha zugesichert. Sollten sich die Vorwürfe bestätigen, drohen mehreren US-Marineinfanteristen Anklagen wegen Mordes und Kriegsverbrechen. (APA/AP/dpa)

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