Mehr als 40 Leichen in Bagdad gefunden

3. Juni 2006, 15:06
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Opfer gefesselt und gefoltert

Bagdad - In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind binnen 24 Stunden die Leichen von 42 getöteten Menschen gefunden worden. Viele der Leichen seien gefesselt gewesen und wiesen Schusswunden und Spuren von Folter auf, sagten Polizeivertreter am Mittwoch. Die meisten Leichen seien seit Dienstag im Osten Bagdads gefunden worden, zwölf von ihnen an einem Ort im Stadtteil Baladiyat, acht im Bezirk Sadr.

Nach einem Anschlag auf die Goldene Moschee von Samarra, eines der wichtigsten Heiligtümer der Schiiten, im Februar hat die Gewalt zwischen schiitischen und sunnitischen Irakern stark zugenommen. Vertreter der sunnitischen Minderheit warfen dem bisher unter schiitischer Kontrolle stehenden Innenministerium vor, Sunniten durch Todesschwadronen umbringen zu lassen. US-Botschafter Zalmay Khalilzad hatte die konfessionellen Milizen beschuldigt, schon mehr Menschen umgebracht zu haben als die Aufständischen.(APA/Reuters)

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