Prominente Ausfälle in Runde eins

7. Juni 2006, 10:52
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Andy Roddick gab verletzungsbedingt auf, Petrowa ging gegen Mo­rigami unter - Siege für Henin-Hardenne und Hingis

Paris - Eine handfeste Überraschung beim Grand-Slam-Turnier in Paris hat am Dienstag die Japanerin Akiko Morigami geliefert. Die 26-Jährige schoss die als Nummer drei gesetzte Russin Nadja Petrowa 6:2,6:2 vom Court. Die Weltranglisten-Dritte hatte 2006 vier ihrer fünf Turnier-Teilnahmen erfolgreich beendet und galt als seriöse Anwärterin auf den Turniersieg in Roland Garros, diesmal wirkte Petrowa aber das gesamte Spiel über unkonzentriert und kraftlos. Bei den Herren gab es durch die Aufgabe von Andy Roddick ebenfalls ein frühes Aus eines Favoriten.

Nach einem Zwei-Satz-Rückstand gegen den Spanier Albert Martin (4:6,5:7,0:1) wurde bei Roddick, der 2005 in der zweiten Runde gescheitert war, eine beim World-Team-Cup erlittene Verletzung am linken Knöchel wieder akut. Nach Rücksprache mit seinem Trainer warf er das Handtuch. Kurze Auftritte in positiver Hinsicht lieferten hingegen Titelverteidigerin Justine Henin-Hardenne und Martina Hingis.

Hingis und Henin-Hardenne im Eiltempo

Die Belgierin ließ ihrer estnischen Gegnerin Maret Ani beim 6:3,6:0 nur drei Games. "Bei diesen Bedingungen ist es wichtig, seine Arbeit schnell zu verrichten", meinte Henin-Hardenne, der die kalten Temperaturen sichtlich mehr zu schaffen machten als die Gegenwehr ihrer Kontrahentin. Mit einem Sieg beging Hingis nach fünf Jahren Absenz ihr French-Open-Comeback. Ohne wirklich gefordert zu werden gewann die Schweizerin ihr Erstrunden-Duell gegen die US-Amerikanerin Lisa Raymond nach nur 54 Minuten 6:2,6:2.

"Das war noch kein richtiger Test. Man hat gemerkt, dass Raymond nicht auf ihrer liebsten Unterlage spielte", meinte Hingis, die im Einzel außer Paris alle Grand-Slam-Turniere zumindest einmal gewonnen hat. Ans Limit musste die zweifache Finalistin nie gehen.

Auch im Herren-Bewerb blieben bis auf das Out von Roddick die großen Überraschungen am dritten Paris-Tag aus. Ivan Ljubicic, als Nummer vier gesetzt, präsentierte sich nach seinem Triumph mit Kroatien beim World-Team-Cup am Wochenende weiter in Top-Form und besiegte den Argentinier Carlos Berlocq 6:2,6:0,6:3. Auch Australian-Open-Finalist Marcos Baghdatis (CYP) erreichte die zweite Runde - er siegte gegen Albert Portas (ESP) 6:4,6:4,6:7 (5),6:1.

Angeschlagener Hewitt weiter

Lleyton Hewitt hat acht Tage nach seinem Erstrunden-Out beim ATP-Turnier in Pörtschach die erste Runde in Paris überstanden. Gegen den Tschechen Jan Hernych gewann der als Nummer 14 gesetzte Hewitt in vier Sätzen 7:6 (5),3:6,6:2,6:0. In Kärnten hatte er bei seiner Niederlage gegen den Brasilianer Daniel eine Knöchelverletzung erlitten, das Match aber zu Ende gespielt. Sein Antreten in Paris war bis vor drei Tagen noch fraglich gewesen. (APA/SIZ)

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    Andy Roddick muss seine Verletzung zur Kenntnis nehmen.

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