Lizenz: Rettung für die Admira

12. Juli 2006, 14:32
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Absteiger erhielt im dritten Anlauf Bundesliga-Lizenz - Schiedsgericht entschied zu Gunsten der Südstädter

Wien - Das Ständige Neutrale Schiedsgericht hat am Dienstag für eine Überraschung gesorgt. Unter dem Vorsitz von Walter Schrammel entschied das anstelle eines ordentlichen Gerichts installierte Gremium zu Gunsten Admiras, die ihr Teilnahmerecht an der kommenden Fußball-Bundesliga-Saison eingeklagt hatte. Die Liga hatte den Niederösterreichern zuvor die Spiellizenz in erster (Senat 5) und zweiter Instanz (Protestkomitee) verwehrt.

Kufstein muss in die Regionalliga

Als Absteiger der T-Mobile-Liga wird die Admira in der kommenden Saison in der Red Zac Erste Liga spielen. Der FC Kufstein, der sich trotz Platz zehn noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt in der zweithöchsten Spielklasse machen durfte, muss nun in die Regionalliga West absteigen.

Das Schiedsgericht akzeptierte den Bonitätsnachweis von Admira-Gönner Majid Pishyar, mit dem die Südstädter vor der Bundesliga noch abgeblitzt waren. Das Gremium, dem neben Schrammel auch die Juristen Alexander Schöller und Herbert Houf angehörten, hob damit zum zweiten Mal nach 2002 einen negativen Lizenzentscheid der Liga auf. Damals war Leoben und dem LASK in dritter und letzter Instanz die Spielerlaubnis erteilt worden.

Baumgartner froh, Bundesliga überrrascht

"Wir sind heilfroh, dass wir die Lizenz haben. Ich war aber auch von Anfang an felsenfest überzeugt, dass wir sie erhalten", freute sich Admiras Sportdirektor Hubert Baumgartner, der sich unmittelbar nach der Sitzung im Justizzentrum Wien-Mitte mit Klub-Finanzchef Stef de Jong am Wiener Flughafen traf, um die Planungen für die kommende Saison voranzutreiben.

"Jetzt können wir in die Zukunft schauen. Die Admira ist gerettet, vor allem die Akademie", meinte Ex-Klub-Präsident und Vorstandsmitglied Hans-Werner Weiss im ORF-Sport. Die Bundesliga nahm die Entscheidung des Schiedsgerichts gelassen, wenn auch überrascht, zur Kenntnis. "Wir haben das zu akzeptieren", erklärte Liga-Pressesprecher Christian Kircher. (APA)

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