Dänisches Parlament verlängerte Mandat für Irak-Einsatz um ein Jahr

1. Juni 2006, 07:31
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Einheiten um Basra unter britischem Oberkommando stationiert - Zahl der Soldaten wird verringert

Kopenhagen - Das dänische Parlament (Folketing) hat am Dienstag das Mandat für den Einsatz von knapp 500 Soldaten im Irak um ein Jahr bis zum 1. Juli 2007 verlängert. Für die Verlängerung stimmten die Rechtsliberale Partei "Venstre" von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen, dessen Koalitionspartner von der Konservativen Partei und die rechtspopulistische DVP. Die dänischen Einheiten sind im Süden des Irak um Basra unter britischem Oberkommando stationiert.

Die oppositionellen Sozialdemokraten und sozialliberalen Radikalen stimmten erstmals seit dem Ende des Irak-Krieges gegen den Einsatz dänischer Truppen im Irak. Sie begründeten ihre Haltung mit der Forderung nach einem festen und baldigen Abzugsdatum. Beide Parteien hatten 2003 auch gegen die von Rasmussens Minderheitsregierung nur dank der DVP mit knapper Mehrheit durchgesetzte militärische Teilnahme Dänemarks an der Invasion des Irak unter US-Führung gestimmt.

80 Mann weniger Zugleich beschlossen die dänischen Abgeordneten auf Antrag der Regierung jedoch, das 530 Mann starke Truppenkontingent um 80 Soldaten zu verringern. Diese 80 Mann waren für die Ausbildung irakischer Soldaten abgestellt. Dies sei nun nicht mehr nötig, erklärte die dänische Regierung.

Auf Bitten der Vereinten Nationen stellt die dänische Luftwaffe für den Wiederaufbau des Irak ein Transportflugzeug vom Typ Hercules C-130 und eine Mannschaft mit bis zu 70 Personen bereit. Die Maschine soll in der jordanischen Hauptstadt Amman stationiert werden. (APA/dpa)

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