Orange kandidieren als "BZÖ - Liste Peter Westenthaler"

21. Juni 2006, 14:26
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Kündig Spitzenkandidat im TV-"Report" an - "Wir sind echt retro" - Riess-Passer kommt "sicher nicht zurück"

NR-Wahl - Die Orangen werden bei der Nationalratswahl im Herbst als "BZÖ - Liste Peter Westenthaler" antreten. Das kündigt der Spitzenkandidat und designierte BZÖ-Parteichef Peter Westenthaler am Dienstag-Abend im Fernseh-"Report" an.

"Wir sind echt retro. Wir sind die FPÖ wie man sie kennt - allerdings orange, unter der Bezeichnung 'BZÖ -Liste Peter Westenthaler'. Und als solche werden wir auch antreten", kündigt Westenthaler an.

Im April hatte der scheidende Parteichef Jörg Haider noch angekündigt, dass die Bezeichnung "BZÖ - Liste Jörg Haider" auf dem Wahlzettel stehen werde. Mit seinem Namen auf der Listenbezeichnung solle "den Wählern klar gemacht werden, was in dem Paket drinnen ist." Es gelte, die "Identifikation wieder herzustellen", hatte Haider damals erklärt.

Westenthaler für Scheibner als Klubobmann Klubobmann wolle er auch dann nicht werden, wenn seine Partei nach der Wahl nicht mehr in der Regierung vertreten sein sollte, sagte Westenthaler in der Mittwoch-Ausgabe der "Wiener Zeitung": "Herbert Scheibner ist ein idealer Klubobmann, er soll das auch bleiben." Eine Rückkehr der früheren Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer schließt Westenthaler aus: "Wir sind in ständigem Kontakt, aber sie kommt sicher nicht zurück."

Zu seiner persönlichen Situation erklärt der BZÖ-Spitzenkandidat: "Ich werde sozialversichert sein und zwar zu sehr geringfügigen Bezügen. Das wird über die Werbeagentur (Gernot) Rumpolds laufen. Außerdem erhalte ich im Wahlkampf einen bescheidenen Auslagenersatz." Im Übrigen habe er die letzten vier Jahre in der Privatwirtschaft sehr gut verdient. "Das gibt mir jetzt die Möglichkeit, bescheiden zu sein."

Westenthaler kündigt auch an, dass er am Mittwoch beim Kanzlerfrühstück und am Donnerstag bei der Ministerratsvorbesprechung schon dabei sein werde. Er bekräftigt auch neuerlich das Recht des BZÖ auf eine etwaige Regierungsumbildung. Seinen Wechsel in die Regierungsmannschaft will er explizit nicht ausschließen, "weil man in der Politik nie etwas ausschließen kann. Wenn vor den Wahlen - etwa durch einen Berufswechsel eines Ministers - beim BZÖ eine Regierungsumbildung notwendig wird, werden wir diese auch vornehmen. Das ist im Koalitionspakt so vereinbart", bekräftigt Westenthaler. (APA)

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