Molkerei Freistadt auf Partnersuche

22. Juni 2006, 15:17
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Nach dem Scheitern der Gespräche mit der Berg­landmilch, stehen die Freistädter in intensiven Verhandlungen mit der Gmundner Milch

Linz - Die Molkereigenossenschaft Freistadt und die Gmundner Milch stehen offenbar kurz vor der Fusion. Man sei "in intensiven Verhandlungen", die bis Ende kommender Woche abgeschlossen sein sollen, wird der Direktor der Genossenschaft, Franz Gruber, im "Neuen Volksblatt" (Dienstag-Ausgabe) zitiert. Die Freistädter hatten ursprünglich ein Zusammengehen mit der größten heimischen Molkerei, der Berglandmilch mit Sitz in Pasching bei Linz, ins Auge gefasst. Die Gespräche brachten aber kein positives Ergebnis.

Generalversammlung im Juli

Für Anfang Juli sei eine Generalversammlung geplant, in der die angestrebte Fusion mit Österreichs drittgrößter Molkerei mit Zwei-Drittel-Mehrheit der Mitglieder abgesegnet werden muss, so Gruber. Er bezeichnete die Gmundner Milch, die im Vorjahr mit 250 Mitarbeitern 263 Millionen Kilo Milch verarbeitete und einen Umsatz von 133 Millionen Euro erzielte, als "guten Partner".

Für den Standort Freistadt mit seinen 43 Mitarbeitern werde es laut Gruber keine Garantie geben. "Wenn wir in Zukunft trotz der schwierigen Situation am Fettmarkt wieder positive Deckungsbeiträge erzielen, ist eine Schließung kein Thema", erklärte der Geschäftsführer. Die Molkerei Freistadt verarbeitet jährlich 38 Millionen Kilo Milch zu Butterfett sowie Gastro- und gesalzener Butter und erzielte zuletzt einen Umsatz von 23 Mio. Euro. (APA)

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    foto: gmundener milch
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